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Zypern: Griechischer Teil

Die Geschichte Zyperns bringt es mit sich, dass sich das Land in zwei Teile gliedert. Unter Nordzypern versteht man generell den türkischen Teil Zyperns, unter Südzypern den griechischen. Letzteres gilt auch als Republik Zypern, die landschaftlich und kulturell viele Attraktionen mit sich bringt.

Nikosia, Hauptstadt Zyperns

Gemeinhin wird der griechische Teil (Südzypern) der Insel als Zypern bezeichnet. Der türkische Teil wird von der Staatengemeinschaft nicht als eigenständiger Staat anerkannt, lediglich von der Türkei.

Hauptstadt Zyperns ist das zweigeteilte Nikosia. Vor allem in der griechischen Hälfte können Touristen bei einem Rundgang zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdecken. Dazu zählen unter anderem die Ágios-Tripiotis-Kirche, die Ömeriye-Moschee mit dem gegenüberliegenden Ömeriye-Bad, das Befreiungsdenkmal oder auch das Haus des Hadji Georgakis Kornesios. In dem Viertel Laiki Geitoniá kann man die Sanierung der Altstadt bewundern. Hier finden sich außerdem viele Lokale und kleine Läden.

Limassol und Larnaka sind außerdem wichtige Hafenstädte des Landes. Pafós im Südwesten hat das sehenswerte Hafenkastell und den eindrucksvollen Archäologischen Park zu bieten.

Tróodos-Gebirge: Felsige Riesen

Im Herzen des Landes erhebt sich eindrucksvoll das Tróodos-Gebirge, dessen bis zu 2.000 Meter hohe Berge für eine Landschaft mit unvergleichlichem Charakter sorgen. Während im Winter hier die Skifahrer die Hänge hinabsausen, begeben sich im Frühling, Sommer und Herbst Wanderer auf Touren durch die herrliche Natur. In den vielen Bergdörfern findet man oft schlichte Unterkünfte, so dass auch ausgedehnten Wanderungen durch das Tróodos-Gebirge nichts im Weg steht. Besonders idyllisch unter den kleinen Ortschaften mutet das Dorf Omodós mit seinen blau-weißen Häusern an.

Landschaftlich reizvoll ist auch der Nordwesten Zyperns. Individualtouristen besuchen das Städtchen Pólis, von dem aus man auch gut die nähere Umgebung erkunden kann. Naturfreunde fühlen sich vor allem zur Halbinsel Akámas hingezogen, auf der man weder Hotels noch eine asphaltierte Straße findet.

Zum Baden empfiehlt sich Agía Nápa im Südosten oder Pissouri im Südwesten der Insel.

Nordzypern: Türkischer Teil

Durch seine Geschichte war Nordzypern lange Zeit von politischer Isolation betroffen. Auch touristisch wirkte sich das auf den türkischen Teil des Landes aus. Das hat sich geändert, seitdem die Grenzen durchlässiger geworden sind. Seitdem ist Nordzypern ein beliebtes Urlaubsziel geworden.

Herrliche Sandstrände in Famagusta

Nordzypern hat viele schöne Ecken und Gegenden. Bei Touristen sehr beliebt ist Famagusta im Osten des Landes. Das hängt vor allem auch mit den vielen Sandstränden zusammen, die sich hier befinden. Kilometerlang zieht sich an der Küste ein feinkörniger Abschnitt entlang. Selbst in der Hochsaison findet man hier Plätze, an denen es nicht vor Touristen wimmelt. Man kann sich also in Ruhe dem Badespaß hingeben.

Zweigeteiltes Nikosia

Der Stadt Nikosia auf Zypern kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie ist zum einen die Hauptstadt der Republik Zypern, dem griechischen Teil des Landes, sowie auch Hauptstadt des Nordteils des Landes. Die Türkei erkennt die „Türkische Republik Nordzypern“ als eigenständigen Staat an, die internationale Staatengemeinschaft jedoch nicht. Nikosia selbst ist zweitgeteilt und bietet im türkischen Teil diverse Sehenswürdigkeiten, wie etwa den Atatürk-Platz, das Haus des Derwisch Pascha, die Marienkirche oder die Sarayönü-Moschee mit der grauen Granitsäule.

Girne: Charmantes Städtchen in Nordzypern

Besonders charmant ist das Städtchen Girne im Norden des Landes. Die Lage am Meer trägt seinen Teil dazu bei, zumal der Hafen von Girne ein äußerst malerisches Bild liefert. Hier fühlen sich viele Touristen wohl, lassen sich für ihren Aufenthalt gerne in einem der zahlreichen Hotels oder anderen Unterkünfte nieder und genießen die mediterrane Atmosphäre der Stadt.

Kulturell locken Museumsbesuche wie etwa im Schiffsmuseum, Folklore-Museum, Ikonen-Museum oder Archäologischen Museum. Auch ein Streifzug durch die Altstadt mit ihren zwei Ecktürmen lohnt sich. Girne ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, auch Famagusta und Nikosia erreicht man von hier aus bequem mit dem Bus oder Mietwagen.

Rundreise durch Yucatán

Wer seine Traumreise macht, hat viel zu erzählen und ich bin da keine Ausnahme. Drei Wochen Yucatán – Karibik pur: weiße Strände, azurblaues Wasser, eine bunte Fauna und Flora und eine Historie, die seines Gleichen sucht. Mir hat diese Reise so gut gefallen, dass ich sie unbedingt beschreiben muss, um ein wenig die Reiselust und Interesse zu wecken.

Maya-Stätten und Regenwald

Unsere Yucatán-Rundreise begann mit einer Fahrt über 150 Kilometer auf einer Straße durch den Regenwald in die kleine Kolonialstadt Valladolid. Nach dem Frühstück besuchten wir die Maya-Stätte Ek Balam, die sich durch ein spektakuläres Stuckfries auszeichnet. Die Strapazen eines Aufstieges über die gewöhnungsbedürftigen Stufen der Hauptpyramide lohnt sich, denn belohnt wird man mit einem gigantischen Blick über den Regenwald.

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Ek Balam

Anschließend ging es weiter zur berühmtesten archäologischen Stätte der Yucatán-Halbinsel – Chichen Itza. Hier erwartete uns eine faszinierende Mischung der Architektur der Maya und der eigentlich in Zentralmexico beheimateten Tolteken. Die Besichtigungstour durch die Anlage führte uns vorbei an der Kukulkan-Pyramide, dem Ballspielplatz, dem Tempel der Krieger und dem auch El Caracol (die Schnecke) genannten Observatorium. Am Ende unserer Tour durch die Kultstätte durften wir live erleben, warum der Regenwald diesen Namen trägt: Ein kurzes aber heftiges Gewitter hatte uns überrascht, so dass wir binnen weniger Minuten bis auf die Knochen durchnässt waren. Da wir jedoch alle mit unseren Koffern unterwegs waren, hatten wir zum Glück genügend Wäsche zum Wechseln bei.

Blick in die Vergangenheit

Auf dem Weg zum Hotel in Uxmal besuchten wir noch eine ehemalige Sisal-Hacienda in Yaxcopoil. Hier hatten wir die Gelegenheit, einen Einblick in das Leben auf einer Hacienda gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu gewinnen. Leider sind die Gebäude und deren Inneneinrichtung gezeichnet vom Zahn der Zeit und bedürfen einer Restaurierung, wofür allerdings das Geld fehlt. Vielleicht ändert sich das eines Tages, wenn die spanischen Eigentümer auf die Idee kommen, etwas für das Land und die Einwohner zu tun.

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Blick in eine Hacienda

Übernachtung in Uxmal

Nach einer kurzen Fahrt zum Hotel konnten wir den Sonnenuntergang betrachten. Uxmal ist nicht nur bekannt für seine Maya-Stätte, sondern auch für die Licht- und Tonshow. Leider konnten wir diese nicht genießen, da die technischen Anlagen von einem Blitzschlag beschädigt worden waren. Dafür wurden wir mit einem herrlichen Ausblick von der Terrasse des Hotels auf die Pyramiden von Uxmal belohnt.

Unser erster Weg am Morgen des 3. Tages führte uns zur einstigen Maya-Stadt Uxmal, deren Ruinen und zeremonielle Strukturen in Design und Ornamentik einen Höhepunkt der Kunst und Architektur der Maya darstellen. Beeindruckend ist die extrem steile Pyramide des Wahrsagers. Hier erwartete uns eine faszinierende Vorführung unseres Guides – die Demonstration des Echos. Beeindruckend fand ich die Bemühungen des Wiederaufbaues von Ruinenteilen, die nach alt-herkömmlicher Maya-Art durchgeführt wird. Für mich war die Anlage von Uxmal die schönste auf der Rundreise durch Yucatán und daher ein „must see“.

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Uxmal

Biosphärenreservat Celestún

Anschließend ging die Reise weiter zum Nationalpark Celestún am Golf von Mexico. Das Biosphärenreservat Ria Celestún ist eine sumpfige Lagunen- und Mangrovenlandschaft, die Brut-, Lebens- und auch Überwinterungsgebiet für zahlreiche Wassertiere und Vögel ist. Bei einer zum Teil rasanten Bootsfahrt hatten wir die Gelegenheit, die vielfältige Flora und Fauna des Reservats, wie die rosaroten Flamingos oder den Mangrovenwald, zu bewundern. Ein kleines Schmankerl war das anschließende Mittagessen in einem einheimischen Fischrestaurant direkt am Strand in Celestún. Satt und zufrieden genossen wir dann die Fahrt zur Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán – Mérida.

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Bootsfahrt durch den Mangrovenwald

Hauptstadt Merida und Kloster in Izamal

Die alte Maya-Stadt Ti´ho wurde im 16. Jahrhundert nach der spanischen Stadt Merida umbenannt. Die Pyramiden der antiken Maya Stadt wurden zerstört und die Überreste zum Bau von neuen Gebäuden verwendet, wie zum Beispiel der Kathedrale von Mérida. Die historische Altstadt, in deren Mittelpunkt der Platz „Plaza de la independencia“ liegt, lädt sowohl am frühen Morgen als auch am Abend zu einem Spaziergang ein.

Am Morgen des 4. Tages verließen wir die lebendige Stadt Mérida und fuhren zur historisch bedeutenden Kleinstadt Izamal. Die Stadt war einst Zentrum der Verehrung Itzamnás, Himmels- und Schöpfergott der Maya und des Sonnengottes Kinich-Kakomó. Eine Vielzahl von Tempeln war deren Anbetung gewidmet. Die spanischen Eroberer erbauten im 16. Jahrhundert auf einer Plattform einer Pyramide das beeindruckende Franziskanerkloster San Antonio de Padua, das über das größte Atrium Lateinamerikas verfügt. Neben dem Kloster kann man die voluminöse Pyramide des Kinich-Kakmó sehen und besuchen. Wenn man durch Izamal streift, dann fällt einem auf, dass hier die Fassaden der meisten Häuser gelb gestrichen sind. Grund hierfür war, dass die Stadt zu Ehren dem Besuch von Papst Juan Pablo II in gelb geschmückt wurde.

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Kloster Izamal

Baden in der Cenote

Der letzte Höhepunkt der 4-tägigen Rundreise war der Besuch in der Cenote Ik Kil. Eine Cenote ist ein unterirdisches, natürliches Wasserbecken im Kalksteinboden, die mit Süßwasser aus den unterirdischen Flüssen, die sich über die gesamte Halbinsel erstrecken, gespeist wird. In den Cenoten der Region sind vorspanische als auch prähistorische Überreste von Menschen und Tieren gefunden worden. Für die Mayas waren dies heilige Stätten, an denen oft Rituale durchgeführt wurden.

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Tief unten liegt die Cenote, in der man baden und schnorcheln kann

Heute kann man in den größeren Cenoten, wie auch in Ik Kil baden, schnorcheln und tauchen. Besonders reizvoll ist der Blick aus dem Wasser gen Himmel. Man sieht die mit Lianen bewachsenen steilen Wände und die Sonnenstrahlen auf dem Blätterdach. Absolut sehenswert. Nach dem erfrischenden Bad haben wir unsere Heimreise quer durch Yucatan über Tulum an der Ostküste entlang in Richtung Cancun angetreten. Beeindruckt von den vielen Erlebnissen und dem Wunsch danach, noch mehr zu sehen, sind wir müde im Hotel angekommen und haben uns dennoch die Zeit genommen, unsere nächsten Ausflüge zu planen. Doch darüber berichte ich ein andermal.

Fürth: Stadt in Mittelfranken

Fürth liegt zwischen Erlangen und Nürnberg. Gemeinsam mit Schwabach bilden die vier Städte einen Ballungsraum, der wirtschaftlich von hoher Bedeutung für die Region Mittelfranken ist. Fürth sticht vor allem aufgrund seiner zahlreichen Denkmäler heraus.

Es sind nur wenige Kilometer, die zwischen Fürth und Nürnberg liegen. Nürnberg ist als zweitgrößte Stadt Bayerns zwar weitaus bekannter. Aber Fürth muss sich keineswegs hinter seiner Nachbarstadt verstecken, im Gegenteil.

Charme dank vieler Denkmäler

Fürth kann vor allem mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten aufwarten. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitestgehend von Bombenangriffen verschont. Der historische Kern ist deshalb überwiegend authentisch, was den besonderen Charme Fürths ausmacht. Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Dazu gehört auch das Ensemble Altstadt. Dieses bezieht sich auf den historischen Ortskern und umfasst zahlreiche Einzeldenkmäler.

Fürths ältestes Gebäude: die Kirche St. Michael


Auch die Stadtkirche St. Michael auf dem Kirchenplatz zählt dazu. Sie ist, zusammen mit dem Rathaus, das prägende Wahrzeichen der Stadt. Inoffiziell trägt die Altstadt auch die Bezeichnung „Altstadtviertel St. Michael“, was die Bedeutung der Kirche hervorhebt. Die Wurzeln des Sakralbaus gehen zurück bis zur Epoche der Gotik, die Kirche gilt als ältestes Gebäude der Stadt.

Weitere architektonische Schmuckstücke von Fürth sind beispielsweise das prachtvolle Stadttheater oder auch das Wilhem-Löhe-Haus in der Königstraße. Ersteres wurde von dem berühmten Wiener Architektenduo Ferdinand Fellner und Hermann Helmer entworfen und zwischen 1901 und 1902 erbaut. Besonders auffällig ist es aufgrund seines neobarocken Stils.

Kultur im Kneipenviertel

Weiterhin sehenswert ist das Quartier hinter dem Rathaus. Charakteristisch für dieses Viertel sind die Straßenzüge im Stil des Klassizismus und Historismus. Auch zur Gustavstraße lohnt sich ein Abstecher, und zwar nicht nur wegen der unterschiedlichen Fassadengestaltung der einzelnen historischen Gebäude. Hier startet man auch gerne in den Abend, das Viertel ist bekannt für seine zahlreichen Kneipen. Benannt wurde die Straße nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf, der im Sandsteingebäude des Gasthauses Grüner Baum eine Nacht verbracht haben soll.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Nürnberg (NUE) und ist etwa zehn Kilometer von Fürth entfernt.

Oldenburg: Einstige Residenzstadt mit kulturellen Reizen

Oldenburg liegt unweit der Nordseeküste, etwa 50 Minuten Autofahrt von Bremen entfernt. Früher residierte hier der Adel. Davon zeugt auch heute noch eine besondere Sehenswürdigkeit. Außerdem lockt die Stadt mit vielen Grünflächen zum Entspannen.

Ende des 18. Jahrhunderts begann Oldenburgs Aufstieg zur Residenzstadt. Damals zog der Ort zahlreiche Blaublüter an, die der Stadt nicht nur einen erhabenen Glanz verliehen, sondern ihr auch architektonisch einen neuen Anstrich verpassten. Auch heute prägen viele klassizistische Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert das Aussehen der Stadt.

Aus Schloss Oldenburg wurde Landesmuseum

Aus dieser Zeit stammt auch das Schloss Oldenburg. Hier, wo früher eine Wasserburg ihren Sitz hatte, residierten später die Grafen, Herzöge und Großherzöge von Oldenburg in einem prunkvollen Schloss im Stil der Renaissance. Heute ist in dem Prachtbau das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte untergebracht, das auch von den umfassenden Kunstsammlungen seiner ehemaligen Bewohner profitiert.

Südlich des Schlosswalls befindet sich ein charmanter Rückzugsort mitten in Oldenburg: der Schlossgarten. Sein Stil erinnert ein wenig an Englische Landschaftsgärten. Vor allem im Frühling begeistert die Anlage mit der Blütenpracht verschiedener Blumenmeere und dem satten Grün seiner vielen Bäumen.

Altes Rathaus mit origineller Architektur

Ein weiterer architektonischer Blickfang in der Altstadt ist das Alte Rathaus am Marktplatz. Dessen Neubau wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Angriff genommen und fällt vor allem wegen seiner dreieckigen Form ins Auge. Deswegen wurde das Rathaus von seinen Fürsprechern auch als „das originellste Gebäude der Gründerzeit“ bezeichnet. Viermal am Tag erklingt hier das zum Rathaus gehörende Glockenspiel.

Patrizierhaus und St.-Lambertikirche

Gleich in der Nachbarschaft befindet sich das schmucke Degode-Haus, das bereits im 16. Jahrhundert entstand, sein heutiges Aussehen geht allerdings auf das 17. Jahrhundert zurück. Seinen Namen verdankt es der Kaufmannsfamilie Degode. Es gilt als letztes mittelalterliches Patrizierhaus der Stadt. Ebenfalls nicht weit weg liegt die St.-Lambertikirche, aufgrund seiner fünf Backstein-Türme ein prägnantes Wahrzeichen Oldenburgs.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich im etwa 50 Kilometer entfernten Bremen (BRE).

Osnabrück: Zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge

Als Friedensstadt spielte Osnabrück geschichtlich eine tragende Rolle. In der niedersächsischen Stadt wurde einst der Westfälische Friede ausgehandelt. Die historische Verhandlungsstätte zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Außerdem punktet Osnabrück mit vielen weiteren kulturellen Attraktionen – und mit der Nähe zum Teutoburger Wald.

Osnabrücker Rathaus

Im Osnabrücker Rathaus wurde Geschichte geschrieben. Der altehrwürdige Bau im spätgotischen Stil, fertiggestellt 1512, diente 1648 als Verhandlungsort für den Westfälischen Frieden, ebenso wie das Rathaus in Münster. Mit seinen zahlreichen Porträts von einstigen europäischen Herrschern und Gesandten des Friedenskongresses erinnert der Friedenssaal an jene Zeit. Die kleine Ratskammer zeigt außerdem Bilder von Fürstbischöfen, zudem finden sich in der Schatzkammer mit dem Kaiserpokal und der alten Schützenkette wertvolle historische Gegenstände.

Das Rathaus liegt mitten in der Altstadt, die mit vielen klassizistischen Gebäuden begeistert. Schon wenn man aus dem Rathaus tritt, genießt man einen herrlichen Anblick auf viele traditionelle Bauten. Die Fußgängerzone im historischen Stadtkern lädt zum Bummeln ein.

Sightseeing in der Altstadt

Am dreieckigen Marktplatz kann man neben dem Rathaus gleich noch die Kirche St. Marien und die Stadtwaage in Augenschein nehmen. Das Gebäude diente im Mittelalter als Einrichtung zum Wiegen von Kaufmannsgütern. In der Bierstraße befindet sich außerdem das Hotel Walhalle, ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus. Ebenfalls ganz in der Nähe sind der Dom Sankt Petrus und das Theater Osnabrück zu finden. Das Tor zur Altstadt bildet übrigens das Heger Tor im Westen, das rein äußerlich an Teile einer Wehranlage erinnert. Tatsächlich stand hier eine entsprechende Befestigung, die allerdings 1815 abgerissen wurde. Zwei Jahre später entstand an der Stelle mit dem Waterloo-Tor ein Kriegerdenkmal, das unter den Einheimischen aber weitgehend als Heger Tor bekannt ist.

Ebenfalls in der Altstadt angesiedelt ist das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Dort finden Besucher eine Dauerausstellung zu dem weltbekannten Schriftsteller, können sich ausgiebig über sein Leben und Werk informieren.

Ab in die Natur

Wer genug von Kultur und Sehenswürdigkeiten hat, der kann auch einen Ausflug in die Natur unternehmen. Die waldreiche Hügellandschaft um Osnabrück ist bestens für Wandertouren geeignet. Auch der Teutoburger Wald und das Wiehengebirge sind nicht fern.

Izmir: Moderne Stadt mit antiken Wurzeln

Wer die Ägäisküste in der Türkei besuchen möchte, macht oft zumindest eine vorübergehende Station in Izmir. Der internationale Flughafen befindet sich knapp 20 Kilometer außerhalb der Stadt, wo für viele Touristen ihr Urlaub beginnt. Anstatt nun sofort das Weite zu suchen, kann man hier ruhig verweilen. Denn die Hafenstadt Izmir verfügt über viele kulturell interessante Anlaufstellen und begeistert auch mit ihrer Lage am Meer.

Die drittgrößte Stadt der Türkei ist modern, zugleich wandelt man hier auf vielen historischen Spuren. Die Zeit spielt auch als Sehenswürdigkeit eine wichtige Rolle in Izmir, denn der Saat Kulesi auf dem Konak-Platz im Hafen der Stadt ist eines der großen Sightseeing-Highlights. Fertiggestellt wurde der im maurischen Stil errichtete Uhrturm 1901.

Moscheen und Synagogen

Die Hisar-Moschee im Kemeraltı ist natürlich von religiöser Bedeutung, aber auch ein historischer Schatz, gilt das 1598 eröffnete Gotteshaus doch als älteste Moschee der Stadt. Izmir ist auch für Juden ein wichtiges Zentrum in der Türkei, wenngleich hier wesentlich weniger Juden wohnen als in Istanbul. Ebenfalls im Basarviertel stehen heute noch neun von einst 40 Synagogen, die im 19. Jahrhundert entstanden sind.

Apropos Kemeralti Basar: Schlendern durch dieses historische Viertel ist ein Muss in Izmir. Hier pulsiert das Leben und der Handel. In den vielen verwinkelten Gassen reihen sich Lokale, Cafés und unterschiedliche Geschäfte aneinander, Gewürze kann man hier genauso erstehen wie Schmuck oder Kunsthandwerk.

Museen in Izmir

Izmir hat außerdem eine Vielzahl an interessanten Museen zu bieten. Das Archäologische Museum im Bahribaba Park in Konak zeigt beeindruckende Fundstücke von Ausgrabungen auf türkischem Boden. In direkter Nachbarschaft hat das Ethnografische Museum seine Heimat in einem neoklassizistischen Gebäude gefunden. Hier kann man dank einer umfangreichen Ausstellung über zwei Stockwerke in das Leben von Izmir zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eintauchen.

Außerdem sehenswert ist in Izmir die Agora vom alten Smyrna im Stadtteil Namazgah. Auch die einstige Befestigungsanlage und Residenz Kadifekale ist einen Besuch wert – zumal man von dem Hügel, auf dem sie liegt, einen großartigen Ausblick genießt.

La Gomera: Kleines Inselparadies im Atlantik

La Gomera liegt etwa 30 Kilometer westlich von Teneriffa entfernt, steht bei Touristen aber nicht ganz so hoch im Kurs. Mit mangelndem Charme hat das nichts zu tun. La Gomera verzaubert mit einer einzigartigen Landschaft, die vor allem Wanderfreunde hierher lockt. Allerdings ist die Insel nicht ganz so einfach zu erreichen wie die meisten anderen Kanaren.

Besonders groß ist La Gomera nicht. Mit nicht einmal 400 km² ist sie die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Doch die Kleine ist mitunter wesentlich vielfältiger als ihre großen Kameraden. Fuerteventura beispielsweise bringen viele mit kargen, schroffen Landschaften in Verbindung – wenngleich die herrlichen Sandstrände dafür wieder einiges wettmachen. La Gomera wiederum hat einen äußerst exotischen Charakter. Traumhafte Märchenwälder gibt es hier genauso wie wilde Schluchten, bewirtschaftete Terrassenfelder und grasgrüne Täler.

La Gomera: Insel für Aussteiger und Wanderfreunde

Als Insel für Aussteiger hat sich La Gomera schon länger einen Namen gemacht, in den letzten Jahren hat sich auch ihre Eigenschaft als einzigartiges Wanderparadies herumgesprochen. Selbst die Bundeskanzlerin hat hier schon geurlaubt. Zu den großen Sehenswürdigkeiten der Insel zählt deshalb auch ganz einfach ihre fantastische Landschaft, die man am besten auf einer der vielen Wanderrouten entdeckt. Dank des subtropischen Klimas ist La Gomera aber natürlich auch für einen Faulenzerurlaub geeinigt. Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier auch richtig.

Nationalpark Garajonay ist UNESCO-Weltnaturerbe

Zu den Must-Sees auf der Insel zählt beispielsweise das Felsmassiv Los Organos an der Nordküste. Die beeindruckende Basaltformation führt den vulkanischen Ursprung der Insel deutlich vor Augen. Ein Besuch des Nationalparks Garajonay ist ebenfalls ein Muss auf La Gomera. Seit 1986 befindet sich das einzigartige Ökosystem auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Der Park fasziniert vor allem durch seine Lorbeerwälder.

Ein wenig Trubel in der Hauptstadt

Falls einen die Sehnsucht nach ein wenig Trubel überkommt, sollte man einen Abstecher in die kleine Hauptstadt San Sebastián unternehmen. Sie hat zwar gerade mal um die 6.000 Einwohner, trotzdem ist hier einiges los. In einem der vielen Cafés oder Restaurants lässt sich das Treiben wunderbar genießen. Und den Sonnenuntergang schaut man sich am besten an einem der beiden Stadtstrände an.

Übrigens kann man auf La Gomera keine klassischen Traumstrände erwarten, die Insel ist bekannt für ihre Lavastrände mit schwarzem Sand. Erholung und natürliche Schönheit findet man hier trotzdem. Neben San Sebastián befinden sich beliebte Strände auch in Alojera, im Valle Gran Rey oder im Osten von Hermigua.

Anreise

Der Grund, weshalb La Gomera bei Touristen nicht ganz so beliebt ist wie viele andere Kanareninseln, hat wohl hauptsächlich damit zu tun, dass man sie aus dem Ausland nicht direkt anfliegen kann. Um auf La Gomera zu landen, ist ein Zwischenstopp auf Teneriffa nötig. Von dort aus geht es dann per Flug oder Fähre weiter ins Wanderparadies.

Fuerteventura: Surferglück und pure Entspannung

Auf Fuerteventura fühlen sich Sonnenanbeter, Surfer und Badeurlauber wohl. Die zweitgrößte Insel der Kanaren hat traumhafte Sandstrände zu bieten, die zum Nichtstun einladen. An der Nordküste wiederum bietet sie ideale Bedingungen für Wassersportler.

Fuerteventura zeichnet sich nicht unbedingt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Karg und wüstenähnlich erhebt sich die Insel im Atlantik. Da hohe Gebirgszüge auf der Insel fehlen, sind Niederschläge eher selten. Außerdem heizt die Nähe zu Afrika das Klima zusätzlich an. Auf der Suche nach Sonne und kilometerweiten Stränden mit feinstem Sand wird man hier fündig.

Zahlreiche Surf-Spots

Der sommerliche Passat-Wind sorgt zugleich oft für eine angenehme Brise, und vor allem an der North Shore können sich Wellenreiter dank starkem Wind und tollen Wellen auf dem Atlantik austoben. Um Corralejo herum erwarten Wassersportler paradiesische Bedingungen. Auch die Playa de Sotavento an der südlichen Ostküste ist bekannt für ihre zahlreichen Surf-Spots. Wer schon immer einen Surfkurs machen wollte, der ist hier richtig. Hier findet außerdem seit 30 Jahren regelmäßig die Wind- und Kitesurf-Weltmeisterschaft statt.

Fuerteventuras Strände zum Träumen

Aber auch Strandliebhaber können hier einen grandiosen Urlaub verbringen. Der unter Naturschutz stehende Dünenpark unweit von Corralejo erfreut sich beispielsweise großer Beliebtheit. Die Strände von El Cotillo befinden sich ebenfalls im Norden und zugleich kann man hier gleich dem schnuckeligen Küstenort El Cotillo einen Besuch abstatten. Im Süden wiederum begeistert Jandia Playa mit einem pulverigen, hellen Sandstrand, der sich über mehrere Kilometer erstreckt. An der Ostküste zieht Caleta de Fuste viele Touristen an. Die hiesige Playa de Castillo eignet sich gut für Familien, da hier die Meeresbrandung nicht so stark ist.

Sightseeing

Auch ein wenig Sightseeing lässt sich auf Fuerteventura betreiben. Empfehlenswert ist beispielsweise ein Ausflug zur Siedlung La Atalayita. Dabei handelt es sich um eine archäologische Fundstätte. Einst siedelten hier die Mahos, die Ureinwohner der Insel.

Im Ecomuseo La Alcogida in Tefia bei Puerto del Rosario erhalten Besucher einen Einblick in das traditionelle Leben auf der Insel. La Lajita wartet mit dem Oasis-Park auf, wo verschiedene Tiere in einem Zoo leben.

Ankara: Unterschätzte Hauptstadt

Als Hauptstadt der Türkei ist Ankara vor allem politisch von Bedeutung. Ein wenig steht die Metropole im Schatten des pulsierenden Istanbuls. Doch weiß Ankara durchaus mit seinen Museen und Sehenswürdigkeiten zu überzeugen.

Ankara liegt geografisch relativ im Zentrum des Landes. Meer und Küste sind in weiter Ferne. Deshalb ist die Stadt auf den ersten Blick für viele Touristen nicht allzu interessant, suchen die in der Türkei doch oft Sonne, Strand und Erholung.

Mausoleum, Moschee und einstige Militärgarnison

Doch kulturell kann Ankara auf jeden Fall mit ein paar bedeutenden Attraktionen aufwarten. Das Atatürk-Mausoleum auf dem Hügel Anıttepe ist eines der Highlights. Die Ruhestätte des Vaters der Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, ist ein Nationaldenkmal, zu dem jedes Jahr Millionen Besucher pilgern.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Kocatepe-Moschee. Äußerlich betrachtet könnte das Gebäude zur Zeit der Osmanen entstanden sein, erinnert es doch sehr an die Baukunst des bekannten Mimar Sinan. Tatsächlich aber wurde der Bau der größten Moschee Ankaras erst 1987 abgeschlossen.

Wesentlich älter dagegen ist die Zitadelle von Ankara, die auf einem 978 Meter hohen Hügel im nördlichen Stadtzentrum thront. Die geschichtsträchtigen Gemäuer fungierten einst als von den Hethitern erbaute Militärgarnison.

Drei Parlamentsgebäude

Historisch von Bedeutung sind auch die drei Parlamentsgebäude in Ankara. Das erste Parlament der Türkei stammt aus den 1920er Jahren und befindet sich zentral am Ulus-Platz. Heute beherbergt es ein Museum, das sich mit dem Befreiungskrieg beschäftigt. Das zweite Parlamentsgebäude befindet sich ganz in der Nähe und dient heute ebenfalls als Museum. Das dritte, heutige Parlamentsgebäude stammt von dem österreichischen Architekten Clemens Holzmeister und wurde 1961 fertiggestellt.

Kultur in Ankara

Ankara hat drei Opernhäuser vorzuweisen, von denen die Opera Sahnesi das größte ist. Auch das Türkische Staatstheater ist mit verschiedenen Bühnen in der Hauptstadt vertreten. Besonders bekannt ist die Metropole außerdem für das Museum für anatolische Zivilisationen, in dem unter anderem Exponate aus der Hethiter-Zeit gezeigt werden.