Budapest: Geschichtsträchtige Hauptstadt Ungarns

Budapest ist ohne Zweifel eines der schönsten Kulturzentren Europas. Die Hauptstadt Ungarns ist so reich an Geschichte, die sich überall in der Stadt wiederspiegelt. Barocke, neoklassische und insbesondere Jugendstil-Bauten ziehen sich durch die ganze Stadt. Aus diesem Grund wurde 1987 ein beachtlicher Teil Budapests auf die UNESCO Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Als wäre das nicht schon Grund genug für einen Besuch, lockt die Stadt außerdem mit 123 Thermalbädern zum Entspannen und Erholen. Für Abenteurer bietet Budapest zudem ein riesiges Höhlensystem. Außerdem kann man gut essen und Wein trinken, für den Ungarn weltbekannt ist.

Kultur und Architektur

Budapests Weltkulturerbe erstreckt sich vom Donauufer zum Budaer Burgviertel, dem Heldenplatz und der Millennium U-Bahn. Das Budaer Burgviertel ist einer der romantischsten Teile der Stadt. Es beinhaltet eine der bedeutendsten Denkmalgruppen Budapests und wurde vor mehr als 800 Jahren gegründet. Museen, Theater, ein Labyrinth, zahlreiche historische Bauten und die besten Aussichtspunkte der Stadt können hier gefunden werden. Selbst im Untergrund kann man mehr über Budapests Geschichte erfahren: Das 1894 konstruierte U-Bahnnetz ist das zweitälteste der Welt und hat sein eigenes Museum.

Im Untergrund

Die gleichen Thermalquellen, die für die Bäder verwendet werden, haben unter der Stadt ein riesiges Höhlensystem gebildet, das sich aus rund 200 kleinen und großen Höhlen zusammensetzt. Die Pálvölgyi Höhle ist auch ein Teil davon. Sie ist eine Tropfsteinhöhle, gehört seit 1944 zu der Liste des ungarischen Naturschutzgebiets und ist die zweitgrößte Höhle Ungarns. Manche der Tropfsteinformierungen sehen wunderbar skurril aus und erinnern an Tiere oder Monster. Die Temperaturen in Pálvölgyi sind konstante 11 Grad, also sollte man unbedingt auch im Sommer warme Kleidung mitbringen.

Mahnmale der Geschichte

Die Gebäude zeugen davon, was schon alles in Budapest geschehen ist – darunter nicht nur Gutes. Am Donau-Ufer bei Roosevelt tér findet man etwa das Mahnmal „Schuhe am Donauufer“, das an die Pogrome des 2. Weltkriegs erinnert. Hier wurden zahlreiche ungarische Juden erschossen und in die Donau geworfen. Möchte man mehr über die ungarische Geschichte erfahren, sollte man unbedingt das Haus des Terrors besuchen. Dies ist ein Museum in dem ehemaligen Hauptquartier der damaligen Geheimpolizei, das über die Gräueltaten der ungarischen Faschisten und der Stalinisten erzählt.

Entspannung und Wellness

Budapest wird oft die Stadt der Bäder genannt und das aus gutem Grund. Denn hier kann man in einem von 123 Thermalbädern schwimmen, sich massieren lassen oder in einem Schlammbad entspannen. Das Wasser ist nicht nur herrlich warm, sondern auch reich an Magnesium und Calcium, was gut für die Gelenke ist. Hinzu kommt die atemberaubende Architektur in den älteren Bauten.

Essen und trinken

Budapest hat unzählige ausgezeichnet Restaurants und Bars. Das Portal „Chefparade“ bietet einen Kochkurs, der einen Marktbesuch beinhaltet und danach das Kochen eines ungarischen 4-Gänge-Menüs. Unbedingt probieren sollte man auch den ungarischen Wein, etwa bei einer Wine Tasting Tour: Die Weinverkostung erstreckt sich über ein 40 Kilometer langes Kellerlabyrinth und bietet dementsprechend viel Wein zum Probieren an.


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