Ankara: Unterschätzte Hauptstadt

Als Hauptstadt der Türkei ist Ankara vor allem politisch von Bedeutung. Ein wenig steht die Metropole im Schatten des pulsierenden Istanbuls. Doch weiß Ankara durchaus mit seinen Museen und Sehenswürdigkeiten zu überzeugen.

Ankara liegt geografisch relativ im Zentrum des Landes. Meer und Küste sind in weiter Ferne. Deshalb ist die Stadt auf den ersten Blick für viele Touristen nicht allzu interessant, suchen die in der Türkei doch oft Sonne, Strand und Erholung.

Mausoleum, Moschee und einstige Militärgarnison

Doch kulturell kann Ankara auf jeden Fall mit ein paar bedeutenden Attraktionen aufwarten. Das Atatürk-Mausoleum auf dem Hügel Anıttepe ist eines der Highlights. Die Ruhestätte des Vaters der Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, ist ein Nationaldenkmal, zu dem jedes Jahr Millionen Besucher pilgern.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Kocatepe-Moschee. Äußerlich betrachtet könnte das Gebäude zur Zeit der Osmanen entstanden sein, erinnert es doch sehr an die Baukunst des bekannten Mimar Sinan. Tatsächlich aber wurde der Bau der größten Moschee Ankaras erst 1987 abgeschlossen.

Wesentlich älter dagegen ist die Zitadelle von Ankara, die auf einem 978 Meter hohen Hügel im nördlichen Stadtzentrum thront. Die geschichtsträchtigen Gemäuer fungierten einst als von den Hethitern erbaute Militärgarnison.

Drei Parlamentsgebäude

Historisch von Bedeutung sind auch die drei Parlamentsgebäude in Ankara. Das erste Parlament der Türkei stammt aus den 1920er Jahren und befindet sich zentral am Ulus-Platz. Heute beherbergt es ein Museum, das sich mit dem Befreiungskrieg beschäftigt. Das zweite Parlamentsgebäude befindet sich ganz in der Nähe und dient heute ebenfalls als Museum. Das dritte, heutige Parlamentsgebäude stammt von dem österreichischen Architekten Clemens Holzmeister und wurde 1961 fertiggestellt.

Kultur in Ankara

Ankara hat drei Opernhäuser vorzuweisen, von denen die Opera Sahnesi das größte ist. Auch das Türkische Staatstheater ist mit verschiedenen Bühnen in der Hauptstadt vertreten. Besonders bekannt ist die Metropole außerdem für das Museum für anatolische Zivilisationen, in dem unter anderem Exponate aus der Hethiter-Zeit gezeigt werden.


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