Bilbao: Stadt mit unverwechselbarer Architektur

Bilbao ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Wandel von der Industrie- zur Kulturmetropole mit Bravour meistern kann. Das einst recht triste Stadtbild lockt heute Touristen aus aller Welt mit architektonischen Highlights.

Wandel von Industrie- zum Kulturzentrum

Ganz im Norden Spaniens befindet sich die baskische Hafenstadt, Hauptstadt der Provinz Bizkaia. Auch ihrer Lage an der Ría de Bilbao verdankt sie den Aufstieg zum Zentrum der Eisenindustrie und des Schiffsbaus in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wirtschaftlich war die Stadt erfolgreich, schön eher weniger. Mit der Industriekrise drohte der Abstieg Bilbaos, doch die größte Stadt des Baskenlands schaffte es, sich neu zu orientieren.

Das Guggenheim-Museum und der „Bilbao-Effekt“

Wesentlichen Anteil an dem Wandel hatte das Guggenheim-Museum. Das von dem kanadisch-US-amerikanischen Architekten Frank O. Gehry entworfene Gebäude wurde 1997 fertiggestellt und ist heute das Aushängeschild der Stadt. Die futuristische Architektur brachte Bilbao im wahrsten Sinne neuen Glanz, das metallisch schimmernde, schiffsähnliche Gebäude ist ein ganz besonderer Blickfang. Rasch entwickelte sich das Museum für Moderne Kunst zum Publikumsmagneten und bescherte der Stadt einen massenhaften Zustrom an Touristen. Bis heute spricht man in dem Zusammenhang vom „Bilbao-Effekt“ oder auch „Guggenheim-Effekt“, wenn ein spektakuläres Bauwerk einen Ort gezielt aufwertet.

Doch auch bei anderen Museen lohnt sich ein Besuch. Dazu zählen beispielsweise das Museo de Bellas Artes (Museum der schönen Künste), das Museo Marítimo Ría de Bilbao (Seefahrtsmuseum) und das Museo Vasco (Baskisches Museum).

Noch mehr Sehenswertes

Wie in so vielen anderen Städten ist auch in Bilbao der Besuch der Altstadt ein Muss, die hier eher unter dem Namen Las Siete Calles bekannt ist. Die „Sieben Straßen“ befinden sich am rechten Flussufer und beschreiben das Herz der Altstadt, die Fußgängerzone inklusive zahlreicher Geschäfte, Lokale und Kneipen. Nördlich der schmalen Gassen erhebt sich die im gotischen Stil errichtete Kathedrale von Santiago. Die Kirche ist auch eine Station auf dem berühmten Jakobsweg. Weiteres Highlight um die Ecke: die Plaza Nueva. Auf dem Platz kann man die Atmosphäre bei einer Kaffeepause auf sich wirken lassen.

Ebenfalls in der Altstadt findet man den Mercado de la Ribera. In den überdachten Markthallen mit Glasfenstern ist von Montag bis Samstag Markt, auf dem verschiedene Lebensmittel und Köstlichkeiten angeboten werden.

Tipps

Unbedingt Pintxos probieren, eine Art baskischer Tapas. Die kleinen, aufgespießten Leckereien werden traditionell in Restaurants, Cafés und Bars gereicht.

Als Mitbringsel eignet sich selbstverständlich eine Baskenmütze. Eine gute Adresse dafür ist das Hutgeschäft „Gorostiaga“ in der Calle del Víctor.


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