Bremen: Hansestadt an der Weser

Prägend für Bremen sind nach wie vor Schifffahrt und Handel. Mindestens genauso bekannt ist die Stadt allerdings für vier tierische Gefährten. Aber auch Touristen fühlen sich hier pudelwohl.

Wahrzeichen: die Bremer Stadtmusikanten

Allein ihr Name macht deutlich, dass sie zur Stadt gehören. Selbstverständlich also haben die Bremer Stadtmusikanten, Figuren aus dem berühmten Märchen der Gebrüder Grimm, einen Ehrenplatz. Vor dem Bremer Rathaus halten sie in Bronze gegossen seit mehr als 60 Jahren die Stellung. Angeblich geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn man die Vorderbeine des Esels berührt.

Bremer Rathaus und Rolandstatue

Das 600 Jahre alte Rathaus im Stil der Gotik und Weserrenaissance zählt auch zu den Aushängeschildern der Stadt. Es weiß nicht nur durch seine kunstvolle Außenfassade zu beeindrucken. Die Obere Rathaushalle fungiert heute als repräsentativer Festsaal, der Besucher in Staunen versetzt. Von der Decke etwa hängen imposante Schiffsmodelle aus der Hansezeit, die die große Rolle von Handel und Schifffahrt für die Stadt hervorheben.

Das großzügige Gebäude hat seinen Sitz am Marktplatz, dem Herzstück Bremens. Tapfer steht hier seit über 600 Jahren der Bremer Roland. Die Statue symbolisiert die Stadtrechte. Rathaus und Roland sind seit 2004 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Bummel durch die Böttcherstraße

Der Name der Böttcherstraße geht auf ehemalige Bewohner zurück, die Fassmacher – mit der regionalen Berufsbezeichnung Böttcher. Das Besondere an ihr ist ihre Architektur des Expressionismus. Die Backsteinbauweise dominiert, einige Bauwerke sind seltene Beispiele des Backsteinexpressionismus. Viele gehen zurück auf den Kaffeekaufmann Ludwig Roselius, der zwischen 1922 und 1931 für die künstlerische Gestaltung dieser heutigen Touristenattraktion sorgte. Die Böttcherstraße steht seit über 40 Jahren unter Denkmalschutz. In der urigen Fußgängerzone kann man auch hervorragend auf Mitbringseljagd gehen. Verschiedene Souvenir- und Kunsthandwerkerläden haben hier ihren Sitz.

Zum Einkehren

Angeblich hat der Bremer Ratskeller die größte Sammlung deutscher Weine zu bieten. Freunde eines edlen Tropfen sollten hier also auf jeden Fall einkehren, aber auch sonst lohnt ein Ausflug in die traditionelle Gaststätte, schließlich atmet man hier Geschichte: Das Gewölbe zählt mit seinen über 600 Jahren zu den ältesten Weinkellern Deutschlands.


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