Erlangen: In Bayern zur Bergkirchweih

Erlangen ist hauptsächlich bekannt als Universitätsstadt und Sitz des Konzerns Siemens. Doch vor allem die vielen barocken Bauten machen die Großstadt in Mittelfranken zu einem beliebten Ausflugsziel. Und dann ist da natürlich noch die Bergkirchweih…

Die Anfänge Erlangens

Urkundlich erwähnt wurde Erlangen das erste Mal im Jahr 1002. Auf was der Name zurückgeht, ist bis heute nicht geklärt. Wesentlich zur Entwicklung Erlangens trug die Ansiedlung von Hugenotten ab 1686 bei, die damals wegen ihres Glaubens aus Frankreich flüchten mussten. Im selben Jahr gründete Markgraf Christian Ernst die Neustadt. Durch diverse Baumaßnahmen schritt die Entwicklung des Ortes voran und bekam ab 1700 erneuten Auftrieb durch den Ausbau zur Residenzstadt und das Markgräfliche Schloss.

Moderne versus Tradition

Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Medizin spielen in Erlangen eine bedeutende Rolle. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist die zweitgrößte Universität in Bayern. Außerdem hat der Industriekonzern Siemens seinen Sitz in Erlangen. Für ein Reiseziel klingt das vielleicht erst mal nicht so spannend. Aber die Stadt ist attraktiv, und zwar nicht nur wegen Studien- und Arbeitsplätzen.

Die barocke Altstadt mit der Hugenottenkirche bildet den Kern Erlangens. Im Zentrum thront das Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Markgräfliche Schloss, in dem seit 1825 die FAU ihren Sitz hat. Der dazugehörige Schlossgarten, seit 1849 für die allgemeine Bevölkerung zugänglich, lädt auch heute noch zahlreiche Erlanger zum Flanieren und Verweilen ein. Hier wird auch jedes Jahr das Schlossgartenfest der FAU veranstaltet. Außerdem liegt auch die Orangerie in der weitläufigen Anlage, die mit einer Mischung aus Barock und Rokoko beeindruckt. Nördlich vom Schlossgarten befindet sich der Botanische Garten. Er begeistert mit 4.000 Pflanzenarten aus aller Welt.

Bergkirchweih

Wenn der „Berg“ ruft, kommen sie zuhauf! Die Bergkirchweih gilt als eines der wichtigsten Feste in Franken und geht bis auf das Jahr 1755 zurück. Sie zieht nicht nur Erlanger, sondern auch Touristen an. Alljährlich tummeln sich um Pfingsten herum auf den Felsenkellern am Burgberg die Menschenmassen. Zwölf Tage lang dauert das Volksfest, bei dem jede Menge Bier ausgeschenkt wird und fränkische Gerichte aufgetischt werden. Für Kurzweil sorgen Schießbuden, Losstände und Fahrgeschäfte.


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