Reykjavík: Kleine Stadt ganz groß

Reykjavík gilt als älteste permanente Siedlung Islands, doch gerade im 20. Jahrhundert hat sie eine enorme Entwicklung durchgemacht. Innerhalb der letzten 60 Jahre hat sich ihre Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Das allein sagt viel über die Anziehungskraft der isländischen Hauptstadt aus, die mit ihrer Kreativität, Vielseitigkeit und Extravaganz auch immer mehr Touristen anlockt.

Der große Boom

Auf Island leben etwa 320.000 Einwohner, circa 120.000 davon in der isländischen Hauptstadt. Der Aufschwung ab Mitte des 20. Jahrhunderts veränderte Reykjavík von Grund auf. Aus der ehemaligen Siedlung ist eine Metropole mit besonderem Charme geworden, die internationale Trends setzt. Die isländische Musikerin Björk ist weltweit erfolgreich, und auch in Sachen skandinavischer Mode hat die Stadt einiges zu bieten. Kreativität scheint hier allgegenwärtig zu sein. Viele glauben, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Ideenreichtum der Menschen, den zauberhaften Landschaften der Nordatlantikinsel und ihren sagenumwobenen Geschichten über Trolle und Elfen gibt. Selbst durch die große Finanzkrise ließen sich die Isländer nicht unterkriegen.

Must-Sees

Vulkane, Gletscher, Geysire – Island strotzt nur so vor zauberhaften Naturszenerien. Auch rund um Reykjavík gibt es eine atemberaubende Landschaft zu entdecken. Die Stadt selbst hat zudem einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, allen voran die architektonisch faszinierende Kirche Hallgrímskirkja, das höchste Gebäude der Stadt. Der expressionistisch gestaltete Sakralbau thront wie eine Königin auf einem Hügel in der Innenstadt. Ähnlich eindrucksvoll ist der Anblick des Warmwasserspeichers Perlan mit seiner aufgesetzten Glaskuppel. In dem Gebäude befindet sich auch ein Restaurant. Von dort aus kann man einen herrlichen Blick über die Stadt genießen. Wer nach dem Essen die Pfunde direkt abtrainieren will, kann zum nördlichsten Badestrand der Welt, dem „Ylstrand” gehen. Selbst bei frischen Temperaturen kann man dank der heißen Quellen im Nordatlantik schwimmen gehen.

Nachtleben

Vom Nachtleben kann man im Sommer fast nicht sprechen, schließlich wird es hier dann fast nie wirklich dunkel. Ein Grund, weshalb in Reykjavík besonders gerne gefeiert wird. Doch das können die Isländer ohnehin gut. Die meisten Clubs und Bars finden sich im Zentrum, entlang der Hauptstraße Laugavegur, die übergeht in die Bankastræti und Austurstræti. Auch rund um den Stadtkern gibt es zahlreiche Locations, in denen man bestens Party machen kann. Angesagte Adressen sind beispielsweise der Nasa Club oder das Vegamót.

Tipps

Ausgehen ist teuer in Reykjavík. Wer das Portemonnaie schonen will, sollte vielleicht in kleiner Runde zu Hause vorab etwas essen und da schon mal ein bisschen vorfeiern.

Auch grundsätzlich ist eine Reise nach Reykjavík nicht ganz billig. Wenn man frühzeitig günstige Flüge nach Island sucht und bucht, kann man das eine oder andere Schnäppchen machen.


Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.