Sevilla: Spanische Schönheit

Im Sommer knackt Sevilla oft mühelos die 30 Grad-Marke, und trotzdem kommen die Bewohner höchstens mal zur Siesta zur Ruhe. Schlappmachen gilt auch bei heißen Temperaturen nicht: Die Hauptstadt Andalusiens ist atemberaubend schön, temperamentvoll und reich an kulinarischen Spezialitäten. Da gibt es einfach viel zu viel zu entdecken – egal ob als Sevillaner oder als Tourist.

Herkules als angeblicher Stadtgründer

Der Legende nach hatte bei der Gründung Sevillas kein Geringerer als der Halbgott Herkules seine Finger im Spiel. Der antike Sagenheld der griechischen Mythologie soll einst mit sechs Säulen die Stelle markiert haben, an der Julius Cäsar später die „Colonia Iulia Romula Hispalis“ errichten ließ. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Ursprünge Sevillas auf eine Gründung durch die Phönizier zurückgehen.

Herrliche Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten in Sevilla sind so zahlreich und prachtvoll, dass man mitunter doch denken könnte, dass bei ihrer Entstehung übermenschliche Kräfte mitwirkten. Mehrere Gebäude gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dazu zählt bespielsweise die Kathedrale von Sevilla, die größte gotische Kirche der Welt. Das architektonische Meisterwerk befindet sich im historischen Zentrum und ist ein imposanter Blickfang. Der Giralda, heutiger Glockenturm der Kathedrale, ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt und ein Überbleibsel des ehemaligen Minaretts der Hauptmoschee von Sevilla aus dem 13. Jahrhundert. Zudem sollte man bei einer Sightseeingtour unbedingt auch dem Alcázar Palast und seinem Garten, dem Zentralarchiv Archivo General de Indias sowie dem Plaza de España einen Besuch abstatten. Und damit hat man noch lange nicht alle Attraktionen der Stadt abgehakt.

Shoppen wie ein König

Vor allem die Altstadt ist prädestiniert für einen ausgedehnten Einkaufsbummel. Boutiquen, Läden mit handgearbeiteter Kunst oder selbst gemachter Mode, Geschäfte mit Flamencokleidern oder schmucken Fächern findet man rund um die Fußgängerzonen Calle Tetuán und Calle Sierpes. Das Viertel Triana ist bekannt für seine feinen Keramikprodukte. Und auf dem Alameda de Hércules lockt ein großer Flohmarkt regelmäßig Einheimische und Touristen an.

Kulinarische Köstlichkeiten

Tapas gehören zur Esskultur in Sevilla und sollen sogar hier erfunden worden sein. Die kalten oder warmen Häppchen genießt man mittags oder abends im Kreis von Freunden, Familie oder Kollegen. Der Verzehr von Tapas ist auch eine gesellschaftliche Aktivität. Man sitzt zusammen, redet über Gott und die Welt und lässt sich dabei die kleinen Gerichte bei einer Flasche Wein oder Bier schmecken.
Wer Lust auf Süßes hat, der kommt in Sevilla ebenfalls auf seine Kosten. Die Auswahl ist groß: Egal ob Pestiños (Gebäck mit Sesam und Honig), Torrijas (ähnliche wie „Arme Ritter“) oder eine Torta de Aceite, ein andalusisches Feingebäck – einfach mal probieren!


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