Venedig: Lagunenstadt für Romantiker

Wer an Venedig denkt, der denkt zumeist auch gleich an das Wasser, in dem die Stadt zu Hause ist. Die Bauweise prägt das gesamte Stadtbild, zahlreiche Brücken finden sich hier, und die Gondolieri schippern in der Hochsaison unzählige Touristen über den Canal Grande.


Venedig: Stadt der vielen Namen

Venedig hat viele Beinamen. „La Serenissima“ etwa beruht auf einer Abkürzung des offiziellen Staatstitels „La Serenissima Repubblica di San Marco“. Das heißt so viel wie „die allerdurchlauchteste Republik des Heiligen Markus“ und geht zurück auf die historische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt bis ins 18. Jahrundert hinein. Lange Zeit zählte sie zu den einflussreichsten Handelsstädten.

Doch Venedig ist auch die Stadt der tausend Brücken, der Kanäle, der Gondeln, der Liebe, der Tauben und und und. Viele Bezeichnungen resultieren aus der Besonderheit, dass die Lagunenstadt sich über mehrere Inseln erstreckt und deshalb vielerorts im Wasser „schwimmt“. Dank der vielen Brücken lassen sich die über 100 Kanäle trockenen Fußes überqueren. Oder man lässt sich in einer Gondel von einem Gondoliere übers Wasser fahren – für viele Touristen, gerade für Frischverliebte, ein absolutes Muss. Zudem verehren die Venezianer die Tauben, ein Grund, weshalb sich lange Zeit mitunter hunderte auf dem berühmten Markusplatz tummelten. Seit dem Fütterungsverbot im Jahr 2008 hat die Anzahl jedoch deutlich nachgelassen.



Architektonische Sehenswürdigkeiten

Die Stadt im Wasser ist natürlich an sich schon ein absolutes Highlight, doch auch im Detail besticht Venedig mit zahlreichen, wunderschönen Bauten. Dazu gehört beispielsweise das Ca’ d’Oro („Goldenes Haus“), ein Palast am Canal Grande, ein Hauptwerk der venezianischen Spätgotik mit einer beindruckend filigranen Fassade. Der gotische Palazzo Contarini del Bovolo in San Marco wiederum verzaubert mit seiner Scala del Bòvolo, der berühmten Wendeltreppe. Selbstverständlich zählen auch die unter dem bedeutenden Architekten ‪Baldassare Longhena im 17. Jahrhundert entworfenen Gebäude zu den Must-Sees der Stadt, darunter etwa ‪der Palast Ca‘ Rezzonico an der Mündung des Rio di San Barnaba oder die barocke Kirche Santa Maria della Salute.

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Beste Reisezeit

Venedig ist als Reiseziel immer beliebt, doch die Hochsaison konzentriert sich auf Mai bis Oktober. Zu empfehlen ist eine Reise in den ersten Frühlingsmonaten, wenn sich der Besucherstrom noch in Grenzen hält, oder im Spätherbst, wenn viele Touristen bereits abgezogen sind. Auch an Karneval im Winter muss man mit Touristenmassen rechnen, schließlich ‪ist der Carnevale di Venezia eine der kulturellen Höhepunkte des Jahres.

Anreise

Autos gibt es in Venedig nicht, demnach ist eine Anreise im Wagen nicht empfehlenswert. Es gibt zwei internationale Flughäfen, den Flughafen Venedig Marco Polo (VCE) und den Flughafen Treviso (TSF), wobei ersterer von Deutschland aus von mehr Fluggesellschaften angeflogen wird. Von dort aus gelangt man per Bus oder per Taxiboot ins Stadtzentrum.


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