Warschau: Metropole mit Gegensätzen

Warschau ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Wegen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg musste die Metropole an der Weichsel größtenteils wieder aufgebaut werden. Das geschah rasch, und so entstanden neben Gebäuden aus einer anderen Zeit viele moderne Häuser, die das Alte mit dem Neuen verbinden.

Stadt im (Wieder-)Aufbau

Warschau kann sich seit über 400 Jahren als Hauptstadt Polens rühmen. 1596 verlegte König Sigismund III. Wasa nach einem Brand im Schloss Wawel seinen Königssitz von Krakau nach Warschau. In dem Zuge erfuhr die Stadt eine enorme Veränderung: Die Einwohnerzahl stieg, und die Anzahl der Gebäude wuchs. Bis heute erinnert auf dem Schlossplatz ein Denkmal – die Sigismundsäule – an diese Blütezeit. Ein Brand in der Altstadt und die schwedische Invasion (1655 bis 1657) sorgten für katastrophale Verwüstungen. Durch stetigen Wiederaufbau wurde die Architektur von einem Mix aus Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus geprägt. Besonders verheerend für Warschau waren die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg; folglich befand sich die Stadt in Trümmern und Ruinen. Die historische Altstadt wurde jedoch größtenteils originalgetreu wieder errichtet, zudem innerhalb kurzer Zeit zahlreiche moderne Bauten hochgezogen.

Alt neben Neu

Heute zählt der Stadtkern zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten bei einem Rundgang durch Warschau. Bei der historischen Rekonstruktion wurde ganze Arbeit geleitet. Die Altstadt mit dem Königsschloss, der Martinskirche und der Kirche der Gnädigen Mutter Gottes ist seit 1980 sogar Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Auch das Wahrzeichen der Hauptstadt Polens befindet sich hier: Die Warschauer Nixe ist als Schutzpatronin der Stadt mit Schwert und Schild ausgestattet.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind beispielsweise der Wilanów-Palast, das „polnische Versailles“, oder die Park- und Palastanlagen Łazienki Królewskie. Höchstes Gebäude der Stadt ist mit über 230 Metern der Kulturpalast. Entstanden ist es Mitte des 20. Jahrhunderts in der kommunistischen Zeit, die der Stadt architektonisch ebenfalls ihren Stempel aufdrückte, genauso wie die Rückkehr der demokratischen Verwaltung ab 1989. Daraufhin entstanden viele „gläserne Gebäude“ und Hochhäuser.

Einkaufsparadies

Shoppen ist in Warschau in vielen Bereichen vergleichsweise günstig. Ein guter Anlaufpunkt für eine erfolgreiche Schnäppchenjagd ist die Einkaufsmeile zwischen Nowy Świat und dem Platz der Drei Kreuze. Zudem gibt es unweit des Zentralbahnhofs das gigantische Einkaufszentrum Złote Tarasy mit einer Verkaufsfläche von 57.000 m².


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