Reiseziele

Krefeld: Die Samt- und Seidenstadt

Moderne Großstadt mit wichtiger Textilkultur: Die Produktion von Samt und Seide spielte für die Entwicklung Krefelds eine bedeutende Rolle. Das Haus der Seidenkultur gibt einen umfassenden Einblick in diese Geschichte, aber selbstverständlich kann die Stadt noch mit weiteren Sehenswürdigkeiten begeistern.

Krefeld und das feine Gewebe

Bis heute trägt Krefeld den Beinamen „Samt- und Seidenstadt“. Die Produktion der Edelstoffe verhalf der Stadt ab dem 17. Jahrhundert zu einem stetigen wirtschaftlichen Aufschwung. Damals ließ sich Adolf von der Leyen mit seiner Mennonitenfamilie hier nieder, dessen Söhne in Krefeld eine Seidenweberei aufzogen. Nach und nach entstand eine bedeutende Textilindustrie, die dank Nachfragen aus aller Welt vor allem im 18. Jahrhundert ordentlich florierte.

Das Haus der Seidenkultur beschäftigt sich ausgiebig mit dieser für Krefeld wichtigen Tradition. Zum einen konzentriert sich die Einrichtung auf die Geschichte der Samt- und Seidenkultur in der Stadt, zum anderen werden aber auch für das Textilgeschäft relevante Berufe vorgestellt. Untergebracht ist das Industriedenkmal unweit des Krefelder Bahnhofs in der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes. Stoffe aller Arten spielen auch im Deutschen Textilmuseum in der Altstadt von Krefeld-Linn eine große Rolle.

Zu einem der Wahrzeichen Krefelds gehört das Seidenweberdenkmal am Südwall. „Meister Ponzelar“, wie die von Johannes Stiegmann 1911 kreierte Statue auch genannt wird, verkörpert einen typischen Seidenweber aus der damaligen Zeit.

Kaiser-Wilhelm-Museum mit Kunstsammlung

Beeindruckend anzusehen ist das Kaiser-Wilhelm-Museum, und zwar von außen und innen. Der Bau des Museums fand Ende des 19. Jahrhunderts statt. Das Ergebnis war ein schlossähnliches Gebäude, das 1899 eingeweiht wurde. Die Kunstsammlung, die im Museum gezeigt wird, hat ihren Fokus auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Einkaufen in der Innenstadt

Während früher Samt und Seide für regelrechte Einkaufsräusche in der Stadt sorgte, lädt die Innenstadt heute zu Shoppingtrips ganz unterschiedlicher Art ein. Klamottenläden, Kaufhäuser und Einkaufszentren bieten eine große Auswahl.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich im etwa 25 Kilometer entfernten Düsseldorf (DUS).

Cork: Schönheit an der Südküste Irlands

Cork am River Lee ist eine bezaubernde Stadt, die mit einem Hauch südländischen Flairs überrascht. Die Kulturhauptstadt Europas aus dem Jahr 2005 weiß außerdem mit einem idyllischen Stadtbild, eindrucksvoller Architektur und vielen, vielen Brücken zu begeistern.

Mediterrane Vegetation

Denkt man an Irland, hat man spontan wahrscheinlich herrlich grüne Landschaften, zahlreiche Gewässer – und immer ein bisschen Regenwetter vor Augen. In Cork weht außerdem ein leicht südländisches Lüftchen durch die Stadt, das im Westen der gleichnamigen Grafschaft noch deutlich zunimmt. Dank gemäßigtem Klima durch den warmen Golfstrom kommt es hier mitunter zu mediterraner Vegetation, weshalb selbst Palmen keine Seltenheit sind.

Kirchen und Brücken als Wahrzeichen

Mit über 100.000 Einwohnern ist Cork nach Dublin die zweitgrößte Stadt des Landes, ihre Bewohner bezeichnen sie aber liebevoll als „The real Capital“. Die Menschen wirken lebensfroh, die Stadt hat etwas Erfrischendes und Entspanntes zugleich. Als Wahrzeichen der Stadt gelten zwei Sakralbauten, die Kathedrale St. Finbarr’s sowie die Church of Shandon, auch St. Anne genannt. Den kolossaleren Eindruck macht auf jeden Fall die neogotische St. Finbarr’s Cathedral im Herzen der Stadt. Im Inneren gibt es prächtige Marmorarbeiten zu bestaunen. Dafür kann St. Anne mit Kirchenglocken aufwarten, die man gegen eine kleine Gebühr selbst läuten kann. Außerdem bietet sich von ihrem im Volksmund genannten Pepperpot-Turm ein atemberaubendes Panorama über die Stadt. Schön ist, das man in der Nähe des Flusses fast überall mindestens eine Brücke sehen kann, hat die Stadt doch mehr als 20 an der Zahl zu bieten.

Schlemmer- und Einkaufsmeile von Cork

Mit einer speziellen Atmosphäre und einem reichhaltigen Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten und Spezialitäten wartet der English Market auf. Frische Ware, knackiges Obst und Gemüse, irische Delikatessen – in dem Indoor-Markt gibt es allerhand zu entdecken. Er liegt an der St. Patrick Street, eine riesige Einkaufsmeile in der Stadt, wo man nach dem Lebensmitteleinkauf den Shoppingtrip gleich fortsetzen kann.

Butter-Museum

Auf der nördlichen Seite des River Lees liegt das Butter-Museum. Besucher bekommen hier einen Einblick in die Herstellung des Milchprodukts, für das Irland weltweit bekannt ist und eine lange Tradition hat.

Thessaloniki: Geschichtsträchtige Stadt mit kultureller Vielfalt

In Thessaloniki erwartet Besucher eine riesige Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Nicht umsonst ist die Metropole Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Als zweitgrößte Stadt nach Athen gilt sie als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Griechenlands.

Die Lage Thessalonikis am Meer machte die Hafenstadt schon in der Antike zu einem bedeutenden Anlaufpunkt für Handel und Gewerbe. Viele unterschiedliche Völker lebten, eroberten und herrschten hier. Der Mix aus den vielen Kulturen -von den Römern bis hin zu den Osmanen – ist heute noch an vielen Ecken spürbar und wird anhand von zahlreichen Sehenswürdigkeiten deutlich.


Der Weiße Turm

Lefkós Pýrgos, das Wahrzeichen der Stadt, geht beispielsweise wahrscheinlich auf ihre venezianische oder frühe osmanische Zeit zurück. Erbaut wurde der Weiße Turm – der heute eher gräulich aussieht – wohl im 15./16. Jahrhundert. Das heutige Schmuckstück der Stadt am Ufer des Thermaischen Golfs war damals Teil einer Befestigungsanlage und diente unter anderem als Gefängnis. Heute findet man hier eine Ausstellung des Museums für Byzantinische Kultur zur Geschichte Thessalonikis.

Vielzahl an Museen

Überhaupt gibt es in Thessaloniki eine ganze Reihe an Museen. Besonders beliebt ist das Archäologische Museum, das über zwei Etagen geschichtsträchtige Exponate zeigt. Weiterhin unbedingt sehenswert sind beispielsweise das Museum des Mazedonischen Kampfs, das Jüdische Museum, das Staatliche Museum für Zeitgenössische Kunst und das Olympische Museum. Ein wenig außerhalb von Thessaloniki befindet sich außerdem Noesis, ein bedeutendes Wissenschaftszentrum und Technisches Museum.

UNESCO-Weltkulturerbe in Thessaloniki

Seit 1988 zählt Thessaloniki mit seinen frühchristlichen und byzantinischen Baudenkmälern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf der Liste finden sich unter anderem die Kirche der Heiligen Apostel, die Rotunda, das Vlatades-Kloster, die Kirche der Agia Ekaterini sowie die Kapelle der Verklärung des Erlösers.

Mehr Kulturelles und noch ein wenig Kulinarisches

Mit dem Internationalen Filmfestival Thessaloniki findet in der Hafenstadt jedes Jahr Griechenlands größtes und wichtigstes Filmfestival statt. Es zählt zwar nicht zu den A-Festivals, ist aber von internationaler Bedeutung.

Beim Urlaub in Thessaloniki unbedingt probieren: Bougatsa. Das griechische Blätterteiggebäck ist herzhaft oder süß erhältlich und eine Spezialität der Stadt und ihrer Region.

Klagenfurt: Stadt am Wörthersee

Klagenfurt am Wörthersee ist die größte Stadt des österreichischen Bundeslands Kärnten. Nicht nur die unmittelbare Nähe zum Wasser macht die Stadt attraktiv. Sie ist außerdem umgeben von Bergen. Des Weiteren kann Klagenfurt mit zahlreichen Facetten begeistern.

Klagenfurter Wahrzeichen: der Lindwurmbrunnen

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist der Lindwurmbrunnen auf dem Neuen Platz. Das Werk stammt aus dem 16. Jahrhundert und verweist auch auf das Wappen der Stadt, auf dem ebenfalls ein geflügelter Drache dargestellt ist. Das Denkmal für das Sagentier wurde auf Befehl der Landstände 1583 errichtet und ist aus Chlorit-Schiefer gehauen.

Mit seinem weit aufgerissenen Maul hat der Lindwurm schon so manchem Touristen das Fürchten gelehrt. Zur Beruhigung gönnt man sich am besten einen Kaffee und ein Stück Kuchen in einem der umstehenden Cafés. Hinter dem Lindwurmbrunnen erstreckt sich außerdem das Neue Rathaus mit seinen schmucken Renaissance-Erkern, das man begutachten sollte.

Ein ebenfalls gerne besichtigtes Denkmal ist das „Wörtherseemandl“, das in der Fußgängerzone zu finden ist. Die Bronzeplastik stammt von dem Bildhauer Heinz Goll und beruht auf einer Sagenfigur.

Historischer Kern

Die Innenstadt von Klagenfurt liegt innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Ruinen der einstigen Befestigung kann man zum Beispiel im Bereich des Villacher Rings bewundern. Ein Highlight im historischen Stadtkern ist das Alte Rathaus am Alten Platz, das mit seiner prachtvollen, gelben Fassade schon von Weitem ein Blickfang ist. Ebenfalls dort zu finden ist die Dreifaltigkeitssäule, die bis 1965 auf dem Platz vor der Heiligengeistkirche ihren Standort hatte.

Zwei weitere Attraktionen in der Altstadt sind das Landhaus und das Landesmuseum. Ersteres stammt aus dem 16. Jahrhundert und gilt als repräsentativster Profanbau der Stadt. Das Landesmuseum wurde 1844 gegründet und hat seinen Schwerpunkt auf den Bereichen Kultur und Naturwissenschaft.

Weitere Tipps

Weiterhin als Ausflugsziele empfehlenswert sind das Naherholungsgebiet Kreuzbergl am Rande der Stadt, das Planetarium Klagenfurt sowie der Botanische Garten. Und im Sommer lädt natürlich der bekannte Wörthersee zum Baden und zur Erholung ein.

Spessart: Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands

Der Spessart im Südwesten Deutschlands erstreckt sich zwischen dem Vogelsberg, der Rhön und dem Odenwald. Das Mittelgebirge besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die zum Wandern, Radeln und zu weiteren Ausflügen einlädt.

Buchen- und Eichenwälder prägen den Spessart

Die geografische Lage des Spessarts lässt sich durch folgenden Merkspruch auf den Punkt bringen: „Kinzig, Sinn und Main schließen rings den Spessart ein.“ Das waldige Massengebirge ist geprägt von Buchen- und Eichenwälder auf den Höhen. Zu verdanken hat die Region ihren Namen einer Zusammensetzung aus den Begriffen „Specht“ und „Hardt“. Letzteres bedeutet „Bergwald“ beziehungsweise „bewaldeter Hang“. Spessart heißt also „Spechtwald“. In der Tat kann man hier mitunter das Hämmern von Spechten vernehmen.

Kultfilm „Das Wirtshaus im Spessart“

Der Spessart ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Gegend zwischen Main, Kinzig und Sinn. Große Bekanntheit erlangte das Mittelgebirge auch durch die deutsche Filmkomödie „Das Wirtshaus im Spessart“ von Kurt Hoffmann im Jahr 1958, eine Verfilmung nach einer Erzählung von Wilhelm Hauff. Die Hauptrollen spielten Liselotte Pulver und Carlos Thompson. Auch der Nachfolgefilm „Das Spukschloss im Spessart“ erfreute sich großer Beliebtheit.

Eines der Wahrzeichen des Spessarts ist das Wasserschloss Mespelbrunn, Drehort von „Das Wirtshaus im Spessart“. Dort finden auf der Freilichtbühne unregelmäßig auch Theateraufführungen der Hauff-Erzählung statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Spessart sind die Burg Wertheim auf einer Bergzunge zwischen den Tälern von Main und Tauber. Die Ruine war einst ein imposanter Grafensitz, mit dessen Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde. Ebenfalls sehenswert sind unter anderem das Graftschaftsmuseum in Wertheim, die beschauliche Stadt Rothenfels und Schloss Steinau.

Ausgezeichnete Wanderwege

Des Weiteren lädt der Spessart natürlich zu ausgiebigen Wander- und Radtouren ein. Tagelang kann man hier durch die Wälder streifen, die Natur erkunden und dabei die Seele baumeln lassen. Es gibt zahlreiche ausgeschilderte Rundwanderwege. Die beiden Spessartwege 1 und 2 durften sich bereits mehrmals über die Auszeichnung „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ vom deutschen Wanderverband freuen.

Anreise

Der nächstgelegene internationale Flughafen liegt im etwa 70 Kilometer entfernten Frankfurt am Main (FRA).

Landshut: Stadt mit uriger Gemütlichkeit

Abschalten in der Stadt? In Landshut funktioniert das großartig. Die Stadt in Niederbayern überzeugt mit schmucken Häusern, vielen Weinstuben und Biergärten sowie einer beeindruckenden Burganlage.

Charmante Altstadt

Landshut verzaubert seine Besucher mit uriger Gemütlichkeit. Die Altstadt besticht durch viele hübsch anzusehende Häuser mit mehrgeschossigen, barocken Giebeln und schönen Erkern. Besonders charmant ist beispielsweise die Giebelfront des Rathauses. Die Landshuter Residenz wiederum verbreitet mit ihrer Fassade italienisches Flair. Im wahrsten Sinne herausragend ist die Martinskirche, die den höchsten Backsteinturm (130,1 Meter) der Welt aufweist. Die dreischiffige Basilika gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Bayerns.

Burg Trausnitz

Hoch über der Altstadt thront das Wahrzeichen von Landshut: Burg Trausnitz. Ihre Wurzeln reichen knapp 1000 Jahre zurück. Besonders beliebt war die Anlage ab dem 16. Jahrhundert. Damals war sie Herzogssitz der Wittelsbacher, später dann wurde sie unter Herzog Ludwig X. zu einem Renaissancepalast umgestaltet. Auch unter Wilhelm V. erlebte die Burg eine Blütezeit. Heute ist sie eine populäre Attraktion bei Einheimischen und Touristen. Die Räumlichkeiten der Burg können allerdings nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Erholung und Natur pur

Vor allem im Sommer empfehlenswert ist ein ausgiebiger Besuch in einem der Landshuter Biergärten. Weiterhin bietet die Stadt mit ihren vielen Parkanlagen jede Menge Erholung in der Natur. Im Grünen flanieren und verweilen lässt es sich beispielsweise im Stadtpark, im Bayerwaldpark, im Hofgarten oder auf der Mühleninsel.

Landshuter Hochzeit

Alle vier Jahre feiert Landshut ein großes Fest: die Landshuter Hochzeit. Damit gedenkt die Stadt der Eheschließung zwischen dem bayerischen Herzog Georg des Reichen und Hedwig Jagiellonica im Jahr 1475. Von politischer Relevanz war die Heirat vor allem deshalb, weil sie gegen eine drohende Invasion der Türken Stärke demonstrieren sollte. Jagiellonica war die Tochter des Königs von Polen und Großfürsten von Litauen. Heute wird die Aufführung der Landshuter Hochzeit in einem großen Mittelalter-Spektakel zelebriert. Der nächste Festtermin findet voraussichtlich im Sommer 2017 statt.

Anreise

Der nächstgelegene internationale Flughafen liegt in München (MUC) und befindet sich etwa 40 Kilometer von Landshut entfernt

Spreewald: UNESCO-Weltnaturerbe unweit von Berlin

Der Spreewald im Südosten Brandenburgs ist durchzogen von hunderten Kanälen. Diese vielen Wasserläufe gepaart mit der parkartigen Landschaft sind es unter anderem, die das Gebiet so einzigartig machen.

1990 wurde der Spreewald zum Biosphärenreservat erklärt und steht seit 1991 unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Der Spreewald besticht durch eine enorme Pflanzen- und Artenvielfalt, die es zu schützen gilt. Zumal das Gebiet bei Touristen sehr beliebt ist. Die unter anderem durch die Sorben geprägte Gegend ist ungeheuer abwechslungsreich. Zum einen ist da die historische Kulturlandschaft, zum anderen die Auen- und Moorlandschaft, außerdem gibt es viele interessante Ortschaften.

Lübbenau, die größte Stadt im Spreewald

Lübbenau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist die größte Stadt im Spreewald. Der Ort ist als Stadt der Kahnfahrt, aber auch als Stadt der Gurken bekannt. Die Spreewaldgurke ist weit über die Grenzen des Niederungsgebiets bekannt und ist ein beliebtes Mitbringsel im Urlaub. Wer hier ein paar Tage verbringt, für den ist eine Fahrt mit dem Kahn ein Muss. Die Hafenanlage in Lübbenau ist ein hervorragender Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour zu Wasser. Beim langsamen Schippern über die Kanäle zieht die Landschaft gemächlich vorbei, und jegliche Großstadthektik fällt von einem ab.

Bei Interesse an der Mythenwelt rund um den Spreewald, sollte man einen Abstecher zum Sagenbrunnen in Lübbenau machen. Dort ist es üblich, ein Geldstück ins Wasser zu werfen und sich dabei etwas zu wünschen. Außerdem warten hier verschiedene Sagenfiguren auf Besucher, wie beispielsweise der Baumkönig, der Schlangenkönig oder die Gestalt des Irrlichts.

Den Spreewald erkunden

Selbstverständlich muss man aber nicht unbedingt nach Lübbenau, um im Spreewald zu paddeln. Insgesamt sind hier schließlich über 300 Wasserarme zu finden, die eine Gesamtlänge von über 1.500 Kilometern aufweisen. Wer sich in dem Wasserlabyrinth auf eigene Faust ohne Führung ins Boot schwingt, sollte unbedingt eine entsprechende Karte einpacken.

Aber auch zu Fuß lässt sich der Spreewald hervorragend erforschen. Viele Wanderwege bieten einzigartige Naturerlebnisse, führen vorbei an den idyllischen Kanälen, saftigen Wiesen und durch urige Laubwälder.

Anreise

Der nächstgelegene internationale Flughafen liegt im etwa 75 Kilometer entfernten Berlin-Schönefeld (SXF).

Dublin: Pulsierende, aber entspannte Hauptstadt

Als Hauptstadt der Republik Irland ist Dublin natürlich ein populäres Reiseziel. Zu Recht, erfüllt die Metropole doch alle Kriterien für einen gelungenen Urlaubstrip. Sie liegt an der Ostküste und damit nah am Meer und lockt mit einer interessanten Geschichte, zig Sehenswürdigkeiten und einem spannenden Nachtleben.

So many things to see…

Die Sehenswürdigkeiten in Dublin sind zahlreich und glücklicherweise oft nicht allzu weit voneinander entfernt. Mit einer Höhe von 120 Metern ragt The Spire spitz auf der Kreuzung O’Connel Street/Henry Street in die Luft. Damit ist das sogenannte Monument of Light das höchste Gebäude der Stadt, dessen Licht des Nachts über Dublin erstrahlt.

Auch das ehrwürdige Trinity College bietet einen Superlativ, schließlich handelt es sich um die älteste Universität des Landes. Besonders eindrucksvoll ist die wunderschöne Bibliothek mit einer Sammlung von über vier Millionen Büchern. Weiterhin sehenswert sind die Government Buildings, das Leinster House und die vielen Brücken wie etwa die Half Penny Bridge, die Sean O’Casey Bridge und die Samuel Beckett Bridge.

Dublin Castle

Und dann ist da natürlich noch das Dublin Castle mitten in der Altstadt. Einst mittelalterliche Burg hat das Gemäuer im Laufe der Geschichte zahlreiche Veränderungen erfahren. Nach Zerstörungen wurden Teile wieder aufgebaut, allerdings in einem anderen Stil, so dass die Anlage heute Palast-artig erscheint. Nicht nur von außen ist Dublin Castle ein Hingucker, auch eine Besichtigung der State Apartments lohnt sich!

Temple Bar

Temple Bar

Der Fluss Liffey durchzieht die Stadt und sorgt für ihre Teilung in einen Süd- und Nordteil, wobei ersterer als der noblere gilt. Für Touristen ein Muss ist ein Streifzug durch das Kulturviertel Temple Bar am südlichen Ufer des Liffey, der sich gut und gerne bis in die Nacht ausdehnen kann. Die Gegend im Zentrum der Stadt begeistert mit Kopfsteinpflaster und urigen Straßenzügen mit mittelalterlichem Charme sowie mit einer ausgeprägten Kneipenkultur.

Guinness Storehouse

Apropos Kneipenkultur: Die Auswahl an irischen Pubs ist groß in Dublin. Dort bestellt man am besten ein Guinness, weltberühmtes Bier des Landes. Wer der Braukunst und Geschichte des Getränks auf den Grund gehen will, sollte das Guinness Storehouse besuchen, etwa eine Viertelstunde Fußweg vom Stadtzentrum entfernt. Das Museum zieht sich über sieben Etagen – genauso wie ein gigantisches Pint, das vom Erd- bis ins Dachgeschoss reicht.

Hamm: Glaselefant im Ruhrgebiet

Obwohl am Ostrand des Ruhrgebiets gelegen, kann Hamm mit einem ganz exotischen Tier aufwarten. Der Glaselefant ist das Wahrzeichen der Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Der Glaselefant als Aushängeschild

Wie kommt ein Elefant nach Hamm, noch dazu ein gläserner? Diese Frage drängt sich beim Anblick der überdimensionalen Tiergestalt im Maximilanpark Hamm sofort auf. Kaum zu glauben, aber seinen Ursprung hat das neu modellierte Wahrzeichen der Stadt in der einstigen Kohlenwäsche der Zeche. Der Künstler Horst Rellecke gestaltete das Gebäude anlässlich der Landesgartenschau 1984 zu der begehbaren Plastik um. Seither ist der Glaselefant das Aushängeschild der Stadt Hamm. Das Tier hat ordentlich was im Köpfchen: Ganz oben ist ein Palmengarten mit kinetischer Kunst angelegt. Nachts erstrahlt der 35 Meter hohe Elefant dank über 20.000 LED-Lämpchen. Als größtes Gebäude der Welt als Tierform konnte sich der „Dickhäuter“ sogar einen Platz im Guinness Buch der Rekorde sichern.

Spaß im Maximilianpark

Wenn man den Glaselefanten besichtigt, gehört sich natürlich auch ein ausgiebiger Abstecher in den Maximilianpark. Dort, wo früher das Steinkohle-Bergwerk Zeche Maximilian seinen Sitz hatte, erstreckt sich heute der großzügig gestaltete Freizeitpark. Er ist Naherholungsgebiet, Veranstaltungs- und kultureller Ort in einem. Hier finden Konzerte, Theater- und Kabarettvorführungen statt, es gibt ein Kinderparadies, ein Eisenbahnmuseum und das größte tropische Schmetterlingshaus von Nordrhein-Westfalen.

Hindu-Tempel in Hamm

Ein weiteres Highlight der Stadt ist der Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel. Dabei handelt es sich um den zweitgrößten hinduistischen Tempel in Europa. Fertiggestellt wurde die Anlage 2002 und ist seither Anziehungspunkt für die über 3.000 in Hamm lebenden Hindus sowie für zahlreiche Touristen. Das Gebäude liegt inmitten eines Industriegebiets und hebt sich durch seine architektonische, bunte Gestaltung von der Gegend ab. Jedes Jahr findet hier ein 14-tägiges Tempelfest statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Bei einer Sightseeing-Tour sollte man außerdem noch dem Kurpark sowie dem Kurhaus einen Besuch abstatten. Ebenfalls sehenswert sind der Marktplatz, das alte Polizeipräsidium und – vor allem im Sommer – die Waldbühne Heessen, eine bekannte Amateur-Freilichtbühne.

Anreise

Der nächstgelegene internationale Flughafen liegt in Dortmund (DTM), etwa 30 Kilometer von Hamm entfernt.

Nürnberg: Die Schöne aus dem Mittelalter

Nürnberg ist weltweit vor allem für seinen Christkindlesmarkt bekannt. Aber ein Besuch in der Großstadt in Mittelfranken lohnt nicht nur zur Weihnachtszeit.

Rettung der Altstadt

Nürnberg ist nach München die zweitgrößte Stadt Bayerns. Sie weiß vor allem durch ihren mittelalterlichen Kern zu beeindrucken, der von historischen Stadtmauern umschlossen ist. Das geschichtsträchtige Bild der Lorenzer und Sebalder Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört. Doch anders als andere Städte entschloss sich Nürnberg damals, beim Wiederaufbau die Tradition zu wahren.

Wahrzeichen Nürnberger Burg

Besonderes Merkmal der Stadt ist die Nürnberger Burg, die sich aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg zusammensetzt. Erbaut wurde der Komplex unter Konrad III. und Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert. Der Bau thront über der Stadt, weshalb man ihm allein wegen des Ausblicks einen Besuch abstatten sollte. Außerdem gibt es hier natürlich einiges zu besichtigen. Die Kaiserburg selbst natürlich mit dem Palas mit Kaisergemächern und Doppelkapelle, das Kaiserburg-Museum – die Kemenate -, und zu den wärmeren Jahreszeiten der stattliche Burggarten.

Selbstverständlich sollte auch die Stadtbefestigung auf der Must-See-Liste stehen. Die Mauern haben Nürnberg im Mittelalter hervorragende Dienste gegen versuchte Eroberungen geleistet und gelten heute als bedeutungsvolles Kunst- und Baudenkmal. Weiterhin sehenswert sind der Justizpalast Nürnberg, die St.-Lorenz-Kirche, das Ehekarussell, der Schöne Brunnen, die Frauenkirche und die St.-Sebaldus-Kirche, wobei es noch jede Menge weitere nennenswerte Attraktionen gebe.

Museums- und Ausstellungstour

Auch an Museen und Ausstellungen ist die Auswahl in Nürnberg groß. Bekanntheit erlangte Nürnberg nach dem Zweiten Weltkrieg auch wegen der Nürnberger Prozesse. Das Memorium Nürnberger Prozesse im Justizpalast erinnert an die wichtige Verhandlung gegen die Hauptkriegsverbrecher in einer Dauerausstellung. Geschichte, die noch ein wenig weiter zurückreicht, bietet das Germanische Nationalmuseum in der Altstadt St. Lorenz. Es gilt als das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums.

Interessanter für die jüngeren Touristen dürfte ein Abstecher ins Nürnberger Spielzeugmuseum sein. Hier können Besucher Spielwaren aus den unterschiedlichsten Epochen bestaunen – von der Antike bis heute.