Reiseziele

Goslar: Die Kaiserliche im Harz

Goslar erlangte als Kaiserstadt und Handelsmetropole im Mittelalter einst große Bedeutung. Die geschichtsträchtige Zeit ist heute noch an vielen Ecken sichtbar. Das historische Zentrum der Stadt im Harz gehört seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Altstadt von Goslar

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt wandelt man fast ununterbrochen auf bedeutungsschweren Spuren. Zwei Drittel der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der Marktplatz mit dem gotischen Rathaus und seinem Huldigungssaal, stattliche Sakralbauten wie etwa die Marktkirche St. Cosmas und Damian und die Klosterkirche St. Peter und Paul sowie die vielen schmucken Bürger- und Fachwerkhäuser verleihen Goslar ein einzigartiges, idyllisches Bild.

Erzbergwerk Rammelsberg

Ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt das einstige Erzbergwerk Rammelsberg wenige Kilometer südlich von Goslar. Vor seiner Stilllegung im Jahr 1988 war das Bergwerk über 1.000 Jahre ununterbrochen in Betrieb. Auf Führungen unter Tage wird der frühere Alltag in dem ein Kilometer langen und ältesten Stollens Europas zum Greifen nah. Die bunten Mineralien an den Wänden erinnern an die Schätze des Berges und machen die Besichtigung zu einem Erlebnis. Oberirdisch kann man sich in einem Museum über die Geschichte des Erzbergwerks informieren.

Glockenspiel im Kaiserringhaus

Die Bedeutung der Bergarbeit wird auch in der Altstadt anhand des Glockenspiels im schieferverkleideten Kaiserringhaus deutlich. Viermal am Tag erscheint eine Gruppe von Figuren, die in ihrer Bergmanntracht an die Arbeit in dem Stollen erinnern.

Moderne Kunst in Golsar

Während das Bergbaumuseum Rammelsberg die alte Tradition, die Goslar geprägt hat, im Blick hat, geht es im Mönchehaus-Museum um moderne Kunst. In dem Museum sind Werke renommierter Künstler ausgestellt, wie etwa von Georg Baselitz und Joseph Beuys. Zudem vergibt die Institution jährlich den „Goslaer Kaiserring“. Dabei handelt es sich um einen angesehenen, internationalen Kunstpreis, der 2014 an die Künstlerin Wiebke Siem ging.

Gebräu mit Tradition

Goslar ist auch bekannt für die Gose. Angeblich war die Biersorte im Mittelalter ein Exportschlager. Das Goslaer Brauhaus hat seit 2004 verschiedene Sorten des Urbiers im Angebot.

Anreise

Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Hannover (HAJ) und ist gut 100 Kilometer von Goslar entfernt.

Flensburg: Im hohen Norden Deutschlands

Flensburg liegt am nördlichsten Zipfel Deutschlands, am Ende der Flensburger Förde. Die Stadt besticht durch ihr raues, maritimes Klima, viele historische Sehenswürdigkeiten und einen geschichtsträchtigen Hafen.

Flensburgs Altstadt

Während viele deutsche Städte im Zuge des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, blieb Flensburg von diesem Schicksal weitestgehend verschont. Das historische Zentrum ist deshalb auch heute noch gut erhalten. Vor allem die für Flensburg typischen Handwerker-, Kaufmanns- und Kapitänshäuser verleihen ihm einen besonderen Charme, dazu kommt die idyllische Lage am Wasser.

Wichtiger Programmpunkt beim Bummel durch die Altstadt ist die Besichtigung des Nordertors. Dieses gilt heute als Wahrzeichen von Flensburg und war einst Teil der Stadtbefestigung. Weiterhin kann man mit der im 12. Jahrhundert errichteten Johanniskirche den ältesten Sakralbau im Stadtkern bewundern. Des Weiteren zählen unter anderem die Marien- und die Nikolaikirche sowie das Franziskanerkloster und der Süder- und Nordermarkt zu bedeutenden Attraktionen. In der Altstadt befindet sich außerdem eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften.

Tipps für Museen

Der Museumsberg Flensburg gehört zu den großen Aushängeschildern der Stadt, schließlich handelt es sich mit einer Fläche von 3000 m² um eines der größten Museen Schleswig-Holsteins. Die großen Schwerpunkte sind die Themen Kunst- und Kulturgeschichte, denen man sich in verschiedenen Ausstellungen widmet. Zudem hat das Naturwissenschaftliche Museum Flensburg seit 2001 im Erdgeschoss des Heinrich-Sauermann-Hauses ein Zuhause gefunden.

Weiterhin ist der Historische Hafen eine wichtige Anlaufstelle für Museumsliebhaber. Zu finden ist er auf der Westseite der Förde am Flensburger Hafen. Mit der Museumswerft, dem Schifffahrtsmuseum und einem Ensemble fahrender historischer Segel-, Motor- und Dampfschiffe vereint er gleich mehrere Höhepunkte.

Die dänische Kultur spielt in Flensburg aufgrund der Geschichte und geografischen Nähe zu Dänemark eine große Rolle. Angehörige der dänischen Minderheit leben in Flensburg. Auch deshalb empfiehlt sich ein Besuch im Danevirke Museum in der Ortschaft Dannewerk im Kreis Flensburg.

Flensburger Brauerei

Weltweit berühmt ist die Stadt außerdem für ihr Bier. Das Flensburger Pilsener, das sich mit dem für ihn typischen „Plopp“ öffnet, genießt hier in seiner Heimat natürlich einen besonderen Stellenwert. Bei einer Besichtigung der Flensburger Brauerei bekommt man einen Einblick in die Herstellung des Getränks.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Hamburg (HAM) und ist etwa 150 Kilometer von Flensburg entfernt.

Nancy: Kurort mit UNESCO-Weltkulturerbe

Als einstige Hauptstadt des Herzogtums Lothringen profitiert Nancy heute noch von einer geschichtsträchtigen Vergangenheit. Viele historische Sehenswürdigkeiten zieren die Stadt, die auch für ihre Jugendstilbauten bekannt ist.

La Place Stanislas

Sie ist das Juwel von Nancy: Die Place Stanislas im Stadtzentrum ist ein Magnet für Touristen und Einwohner. Das klassizistische Ensemble stammt aus dem 18. Jahrhundert und geht zurück auf Stanisław Leszczyński, Herzog von Lothringen und Schwiegervater von Ludwig XV.. Der Platz mit den prächtigen Bauwerken ist seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, gemeinsam mit der nördlich angrenzenden Place de la Carrière und der Place d’Alliance. Ein besonderes Highlight der Place Stanislas ist der Arc Héré. Der Triumphbogen, verziert mit einem vergoldeten Medaillon mit Ludwig XV., schließt den Platz im Norden ab.

Jugendstil

Neben den klassizistische Prachtbauten ist Nancy auch für seine vielen Jugendstilgebäude bekannt. Zahlreiche Vertreter der Art Nouveau schlossen sich Anfang des 20. Jahrhunderts zu der sogenannten École de Nancy zusammen und prägten die Stadt mit ihren Werken, zu bewundern beispielsweise im Viertel Saint-Léon. Das Musée de l’École de Nancy widmet sich ausführlich dem Lothringer Jugendstil.

Mit dem Petit Train durch Nancy

Für eine etwas andere Erkundungstour durch die Stadt empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Petit Train. Die urig aussehende Tourismusbahn kutschiert ihre Insassen zu verschiedenen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von April bis Ende Oktober verkehrt sie täglich, Erwachsene zahlen für ein Ticket derzeit regulär 6,50 Euro.

Tipps für Ausflüge

Für Ausflüge jeglicher Art ist in Nancy die Auswahl groß. Mit dem Parc de la Pépinière hat die Stadt eine herrliche, weitläufige Grünanlage zu bieten, in der man vom hektischen Treiben im Zentrum ein wenig Abstand gewinnt. Alte Bäume, Springbrunnen und verschiedene Blumen machen den Park zu einer kleinen Oase.

Ein Abstecher ins Musée des Beaux-Arts gehört in Nancy ebenfalls dazu, handelt es sich hierbei doch um eines der beliebtesten Museen der Stadt. Das Kunstmuseum befindet sich an der Place Stanislas. Für Kinder vielleicht ein wenig aufregender dürfte ein Besuch im Musée Aquarium de Nancy sein. In dem zoologischen Museum mit Aquarium kann man in die Welt der Tiere eintauchen.

Oxford: Tradition und Bildung

Für seine Universität ist Oxford weltberühmt. Aber auch fernab der akademischen Höhepunkte gibt es viel zu entdecken.

Christ Church College

Oxford verbindet man direkt mit englischer Tradition, höchster Bildung und der weltbekannten Elite-Uni. Kein Wunder also, dass das Christ Church College als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Anfang des 16. Jahrhunderts gegründet verleihen seine altehrwürdigen Mauern Oxford heute immer noch einen besonderen Glanz. Seit seiner Gründung hat sich an der Architektur des Colleges einiges geändert. So ist beispielsweise der bekannte Tom Tower über dem Haupteingang erst später dazugekommen. „Harry Potter“-Fans kennen das Christ Church College aus den Verfilmungen.

Schöne Aussichten: University Church of St. Mary the Virgin

Doch selbstverständlich wartet das traditionsreiche Oxford noch mit einer ganzen Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten auf. Die Church of St Mary the Virgin etwa hat ihre Wurzeln im 13. Jahrhundert und ist mit ihrer prächtigen Fassade eine Augenweide und ein Ruhepol in der geschäftigen High Street. Auch die Innenarchitektur der Universitätskirche mit einer wunderschön verzierten Vorhalle und einem stattlichen Altarraum ist beeindruckend. Auf der Aussichtsplattform in der Kirche, auf die man über eine Treppe gelangt, kann man einen herrlichen Blick über die Stadt genießen.

Weitere Must-Sees in Oxford sind unter anderem die Bridge of Sighs, der Blenheim Palace, der gigantische Rundbau Radcliffe Camera und die mittelalterliche Theologieschule Bodleian Library.

Kulturelle Vielfalt in Oxford

Natürlich kommen auch kulturelle Unterhaltungsmöglichkeiten in Oxford nicht zu kurz. Das Sheldonian Theatre etwa besticht nicht nur als klassizistisches Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude, das zur Universität Oxford gehört und nach seinem Stifter Gilbert Sheldon benannt ist, dient als Veranstaltungsstätte für Konzerte, universitäre Zeremonien und Vorlesungen.
Weiterhin locken hervorragende Museen. Das Ashmolean Museum etwa zählt zu den bedeutendsten Kunst- und Archäologiemuseen Englands. Das Pitt Rivers Museum wiederum ist Ausstellungort für die die anthropologische und archäologische Sammlung der Universität Oxford.

Bremerhaven: Urlaub am Meer

Die Lage an der Nordsee machte Bremerhaven im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden Hafenstadt und zu einem wichtigen Exportzentrum. Auf Touristen übt die Stadt aber auch wegen ihrer besonderen Attraktionen viel Charme aus.

Mit „Sail City“ die Aussicht genießen

Einen hervorragenden Überblick über die Stadt gewinnt man von der Aussichtsplattform „Sail City“ aus. Sie hat ihren Sitz in der 20. und 21. Etage des Atlantic Hotel Sail City, dem höchsten Gebäude (140 Meter) der Stadt. Die Aussicht über Bremerhaven genießt man auf einer Höhe von 86 Metern und kann sogar bis zur Wesermündung an der Nordsee gucken. Allerdings ist der Ausblick nicht kostenlos. So zahlen beispielsweise Erwachsene aktuell regulär 3 Euro Eintritt.

Besuch im Deutschen Auswandererhaus

Bei einem Rundgang am Neuen Hafen sollte man sich einen Besuch im Deutschen Auswandererhaus nicht entgehen lassen. Das Museum beschäftigt sich mit der Ein- und Auswanderung nach und aus Deutschland, wobei ein Schwerpunkt auf der Emigration von Deutschen in die USA liegt. Für seine konzeptionelle und architektonische Gestaltung bekam das Auswandererhaus viel Lob. Es wurde bereits mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der „European Museum of the Year Award“ und der „The Best in Heritage Award“.

Am Neuen Hafen darf außerdem ein Abstecher zum denkmalgeschützten Großen Leuchtturm von Bremerhaven nicht fehlen. Das in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil der Backsteingotik errichtete Gebäude gilt heute als ältester noch in Betrieb befindliche Festland-Leuchtturm an der Nordseeküste.

Weltreise in Bremerhaven

Der Bau erinnert ein wenig an ein Ufo. In der Tat nimmt einen das Klimahaus am Alten Hafen in Bremerhaven mit auf einen Trip an exotische Orte. Innerhalb von wenigen Stunden können Besucher eine kleine Weltreise in den Hallen des Klimahauses unternehmen. Die Einrichtung führt durch verschiedene Länder und Klimazonen der Welt.

Zoo am Meer

Der sogenannte „Zoo am Meer“ liegt genauer gesagt an der Unterweser am Neuen Hafen. Die Einrichtung konzentriert sich auf wasserlebende und nordische Tierarten. Eine seiner großen Attraktionen ist ein Nordsee-Aquarium, in dem Tiere verschiedener Lebensräume der Nordsee zu sehen sind.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich etwa 70 Kilometer entfernt in Bremen (BRE).

Bad Segeberg: Auf den Spuren von Karl May

Als Kur- und Urlaubsort ist Bad Segeberg schon seit mehreren Jahrzehnten bei Touristen beliebt. Berühmt gemacht haben die Stadt im hohen Norden Deutschlands aber die Karl-May-Spiele.

Karl-May-Spiele

1952 feierten die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg Premiere. Die Veranstaltung widmet sich seitdem jährlich Aufführungen von Karl Mays Abenteuerromanen. Am häufigsten wurden bislang Adaptionen der „Winnetou“-Reihe gezeigt, die sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreuen. Von 1988 bis 1991 schlüpfte sogar Pierre Brice selbst in die Rolle des Häuptlings der Mescalero-Apachen. Er hatte die Figur bereits in den „Winnetou“-Filmen äußerst populär gemacht. Auch Gojko Mitić, Erol Sander und Jan Sosniok haben den Indianer bereits bei den Karl-May-Spielen verkörpert. Im Sommer 2015 wird am Kalkberg in Bad Segeberg die Aufführung „Im Tal des Todes“ gezeigt.

Stadt der Fledermäuse

Die Karl-May-Spiele sind sicherlich die Attraktion Nummer eins in Bad Segeberg. In geologischer Hinsicht gibt es aber noch ein weiteres Highlight: eine Gipshöhle im Kalkberg. Das Naturdenkmal stellt für tausende Fledermäuse ein wichtiges Winterquartier dar. Ganz in der Nähe kann man sich im „Noctalis“ über die „Welt der Fledermäuse“ erkundigen. Das Fledermauszentrum feierte 2006 seine Eröffnung und widmet sich auf vier Etagen ausführlich den fliegenden Säugetieren.

Sehenswürdigkeiten in Bad Segeberg

Selbstverständlich hat Bad Segeberg selbst auch ein paar Sehenswürdigkeiten zu bieten. Bekannt ist vor allem die romanische Marienkirche. Die dreischiffige Backsteinbasilika kann man im Stadtzentrum bewundern. Ein Blickfang unweit des Kalkbergs ist außerdem der Wasserturm, der im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde. Er steht seit 1988 unter Denkmalschutz. Ein weiteres Schmuckstück der Stadt ist das Alt-Segeberger Bürgerhaus mit seiner hübschen Giebelfassade. Das Gebäude gilt als ältestes Haus der Stadt und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Heute fungiert es als Heimatmuseum.


Anreise

Die nächstgelegenen Flughäfen befinden sich in Hamburg (HAM) und Lübeck (LBC) und sind circa jeweils etwa 45 Kilometer entfernt.

Friedrichshafen: Idylle am Bodensee

Friedrichshafen ist die zweitgrößte Stadt am Bodensee – nach Konstanz. Für Freunde des Wassersports ist sie deshalb ein beliebtes Ziel. Wer sich nicht fürs Segeln oder Schwimmen begeistert, kann auf entspannte Sightseeingtour gehen.

Zeppelin und sein Wirken in Friedrichshafen

Ferdinand von Zeppelin spielte für die Stadtentwicklung eine große Rolle. Der deutsche Graf hatte Ende des 19. Jahrhunderts Friedrichshafen als Produktionsstätte für seine legendären Starrluftschiffe auserkoren. Dadurch nahm Zeppelin auch bedeutenden Einfluss auf die Industrialisierung der Stadt. Heute erinnert Friedrichshafen auf mehrere Weise an den richtungsweisenden und wohl berühmtesten Sohn der Stadt. Seit 1996 ist ihm mit dem Zeppelin-Museum eine ganze Einrichtung gewidmet, in der die Geschichte und Technik der Zeppelin-Luftschifffahrt im Mittelpunkt steht. Im Stadtgarten erinnert außerdem das Zeppelin-Denkmal, eine 13 Meter hohe Bronzestatue, an den 1937 Verstorbenen. Ganz in der Nähe befindet sich auch der sogenannte Zeppelin-Brunnen.

Blick über die Stadt

Wer sich einen Überblick über Friedrichshafen verschaffen möchte, der sollte den Aussichtsturm an der Hafenmole aufsuchen. Ein wenig schwindelfrei muss man sein, wenn man den 22 Meter hohen Turm hinaufklettert. Von oben genießt man einen großartigen Ausblick – inklusive dem barocken Wahrzeichen der Stadt, der Schlosskirche. Nach dem Blick vom Aussichtsturm empfiehlt sich ein Spaziergang entlang der idyllischen Uferpromenade.

Interessante Themenwege

Was Friedrichshafen auch besonders macht, sind die vielen Themenwege der Stadt. Hier lässt sich auf unterschiedlich langen Routen die Stadt erkunden. Auf dem Historischen Geschichtspfad etwa flaniert, wer sich über die ereignisreiche Stadtgeschichte von Friedrichshafen erkunden möchte. Der Bodenseepfad klärt über Flora und Fauna der Region auf. Auf dem Panoramaweg Ailingen gilt es, die abwechslungsreiche Landschaft zu genießen. Der Zeppelin-Pfad führt zu wichtigen Standorten, die im Zusammenhang mit der von Graf von Zeppelin geprägten Stadtentwicklung von Bedeutung sind. Der achtförmige Ortsrundweg Kluftern wiederum dokumentiert wichtige Schauplätze bezüglich der Dorfgeschichte und ist gespickt mit Highlights aus Natur und Kunst.

Maybach-Weg

Auch der Maybach-Weg zählt zu den Friedrichshafener Themenwegen. Der Rundgang beschäftigt sich mit Leben und Werk des Konstrukteurs Karl Maybach, der sich in Friedrichshafen als Techniker und Unternehmer in der deutschen Automobil- und Flugzeugindustrie einen Namen gemacht hat.

Neuss: Skifahren, Schützenglockenspiel und Stadtbefestigung


Skifahren im Hochsommer, das ist in Neuss möglich. Die Stadt in Nordrhein-Westfalen wartet seit 2001 mit einer Skihalle auf. Aber auch, wer dem Wintersport nichts abgewinnen kann, kann in Neuss eine kurzweilige Zeit verbringen. An kulturellen Attraktionen fehlt es jedenfalls nicht!

Mit moderner Attraktion

Mehr als 2.000 Jahre hat Neuss bereits auf dem Buckel – und zählt damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Dabei machte Neuss in den letzten Jahren vor allem mit einem äußerst modernen Bau von sich reden: der Skihalle am Stadtrand. Die wurde 2001 eröffnet und ist jährlich Anlaufstelle für mehr als eine Million Besucher.

Historischer Stadtrundgang

Für Touristen mit einem Faible für Geschichte dürfte die mittelalterliche Stadtbefestigung aber weitaus interessanter sein. Am Hamtorplatz gibt es mit dem Obertor, dem Blutturm, dem Windmühlenturm sowie Überbleibseln der Stadtmauer einige beeindruckende, historische Vermächtnisse. Wahrzeichen von Neuss ist das Quirinus Münster. Die Emporenbasilika gehört zu den imposantesten Kirchen der Spätromanik in der Region.

Vor allem für Kinder hübsch anzusehen ist das Schützenglockenspiel am Münsterplatz in Neuss. Dreimal täglich – um 11 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr -, gehen die Türen im Giebel des Vogthauses auf, und eine Reihe von Figuren des Schützenregimes erscheint unter den Klängen des Glockenspiels.

Museen in Neuss

Raum für Kunst bieten gleich mehrere Museen in Neuss, darunter die Stiftung Insel Hombroich und das Clemens-Sels-Museum. Letzteres ist allerdings bis zum Frühjahr 2015 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Historisch interessant ist vor allem ein Besuch im Haus Rottels mit dem Rheinischen Schützenmuseum Neuss sowie das römische Militärlager im Gnadental. Dort befand sich Fundamentresten nach zu urteilen mit dem Castrum Novaesium einst eine römische Garnison. Derzeit gibt es Rekonstruktionen, die veranschaulichen sollen, wie die Militärstation damals ausgesehen hat.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Düsseldorf (DUS) und ist etwa 15 Kilometer von Neuss entfernt.

Schweinfurt: Unter dem Motto Industrie und Kunst

Schweinfurt gehört zu den größten Städten in Unterfranken. Die einstige freie Reichsstadt hat sich seit dem 19. Jahrhundert vor allem als Industriestadt einen Namen gemacht. Aber auch Kunst ist hier schwer angesagt.

Der Name Schweinfurt klingt ein wenig befremdlich. Zur Herkunft gibt es unterschiedliche Theorien. Weit verbreitet ist die Annahme, dass der Ortsname auf eine für Schweine gangbare Furt zurückgeht. Heute gilt Schweinfurt als Industriestadt und als Mittelpunkt der europäischen Wälzlagerindustrie.

Kunst und Kultur

Doch für Touristen spielen bei einem Besuch natürlich vorrangig die kulturellen Attraktionen eine Rolle. Damit kann Schweinfurt auf jeden Fall dienen, wie schon ihr Slogan „Industrie und Kunst“ deutlich macht. So ist das Museum Georg Schäfer eine beliebte Anlaufstelle für Kunstfreunde, ist hier doch die bedeutende Privatsammlung des Industriellen Georg Schäfer untergebracht.

Die Kunsthalle Schweinfurt wiederum wartet mit Dauerausstellungen zum Expressiven Realismus zur Deutschen Kunst nach 1945 auf. Auch regelmäßige Wechselausstellungen gehören zum Programm.

Weiterhin empfehlenswert ist ein Besuch des Museums Otto Schäfer, das eine beeindruckende Privatbibliothek beherbergt – die einstige Büchersammlung des 2000 verstorbenen Industriellen Otto Schäfer.

Sightseeing in Schweinfurt

Auf kulturelle Entdeckungsreise kann man aber auch bei einer Sightseeingtour gehen. Das denkmalgeschützte Schweinfurter Rathaus gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Das im Stil der Renaissance errichtete Gebäude befindet sich am Marktplatz in der Altstadt, ein guter Ausgangspunkt für einen kurzweiligen Stadtbummel. Auch das Alte Gymnasium mit dem Stadtgeschichtlichen Museum liegt im historischen Zentrum. Weitere Highlights sind die Historischen Stadtmauern, der markante Schrotturm und das Zeughaus. Auch die Heilig-Geist-Kirche und die St.-Johannis-Kirche sind interessante Bauwerke.

Freizeitspaß

Das Schweinfurter Volksfest mit vielen Fahrgeschäften und fränkischen Spezialitäten zählt zu den großen Höhepunkten im Jahr. Des Weiteren erfreut sich das Kneipenfestival „Honky Tonk“, das generell Anfang Juli stattfindet, großer Beliebtheit. Für Familien ist außerdem ein Ausflug in den „Wildpark an den Eichen“ zu empfehlen.

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Nürnberg (NUE) und ist circa 90 Kilometer entfernt.

Ingolstadt: An der schönen blauen Donau

Im Süden Deutschlands an der Donau gelegen verzaubert Ingolstadt mit idyllischem Flair. Die einstige mittelalterliche Residenzstadt zehrt heute noch von ihrer Vergangenheit und wartet mit vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten auf.

Kreuztor als Wahrzeichen

Das Wahrzeichen von Ingolstadt ist das Kreuztor, das man im Westen der Innenstadt besichtigen kann. Das massive Bauwerk entstand als Teil der im 14. Jahrhundert errichteten Stadtmauer. Mit seinen sechs Türmchen, dem prächtigen „Hauptturm“ sowie den rötlichen Backsteinen ist das Gebäude ein architektonisches Schmuckstück. Doch davon hat die Altstadt noch weitere zu bieten. Das Alte Rathaus im Neorenaissancestil gehört definitiv dazu. Dort ist auch die Touristeninformation untergebracht. Am Rathausplatz findet man außerdem den Pfeifturm und die St. Moritzkirche.

Ingolstadts historisches Zentrum

Die barocke Kirche St. Maria de Victoria fällt ob fehlendem Vorplatz nicht sofort ins Auge, ist aber eine große Attraktion – vor allem dank ihres Innenlebens. In seinen Räumlichkeiten besticht der Sakralbau durch ein kunstvolles Deckenfresko, das die Menschwerdung des Herrn darstellt. Das Gebäude wird auch als Asamkirche bezeichnet, zum Gedenken an die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, die sich im 18. Jahrhundert unter anderem als Stuckateure und Architekten einen Namen machten. Zu weiteren wichtigen Anlaufstellen zählen beispielsweise das Liebfrauenmünster, die Franziskanerkirche oder der Herzogskasten, heutige Heimat der Stadtbücherei.

Audi-Museum

Ebenfalls ein Muss in Ingolstadt: ein Besuch des Audi-Museums, das eigentlich den offiziellen Namen „museum mobile“ trägt. Allein das runde Glas-Stahl-Gebäude ist ein echter Hingucker, die Ausstellungsfläche mit etwa 6000 Quadratmetern hält außerdem viele automobile Schätze bereit. Technikfreaks kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Im Kontrast dazu stehen das Bayerische Armeemuseum, das Deutsche Medizinhistorische Museum und das Museum für Konkrete Kunst, allesamt ebenfalls beliebte Museen in Ingolstadt. Das jüngste Museum der Stadt ist das Bayerische Polizeimuseum im Turm Triva, das erst 2011 eröffnet wurde. Es befindet sich im Klenzepark, einem schönen Ort zum Spazierengehen und Entspannen.

Anreise

Nahegelegene Flughäfen befinden sich in München (MUC) oder Nürnberg (NUE).