La Gomera: Kleines Inselparadies im Atlantik

La Gomera liegt etwa 30 Kilometer westlich von Teneriffa entfernt, steht bei Touristen aber nicht ganz so hoch im Kurs. Mit mangelndem Charme hat das nichts zu tun. La Gomera verzaubert mit einer einzigartigen Landschaft, die vor allem Wanderfreunde hierher lockt. Allerdings ist die Insel nicht ganz so einfach zu erreichen wie die meisten anderen Kanaren.

Besonders groß ist La Gomera nicht. Mit nicht einmal 400 km² ist sie die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Doch die Kleine ist mitunter wesentlich vielfältiger als ihre großen Kameraden. Fuerteventura beispielsweise bringen viele mit kargen, schroffen Landschaften in Verbindung – wenngleich die herrlichen Sandstrände dafür wieder einiges wettmachen. La Gomera wiederum hat einen äußerst exotischen Charakter. Traumhafte Märchenwälder gibt es hier genauso wie wilde Schluchten, bewirtschaftete Terrassenfelder und grasgrüne Täler.

La Gomera: Insel für Aussteiger und Wanderfreunde

Als Insel für Aussteiger hat sich La Gomera schon länger einen Namen gemacht, in den letzten Jahren hat sich auch ihre Eigenschaft als einzigartiges Wanderparadies herumgesprochen. Selbst die Bundeskanzlerin hat hier schon geurlaubt. Zu den großen Sehenswürdigkeiten der Insel zählt deshalb auch ganz einfach ihre fantastische Landschaft, die man am besten auf einer der vielen Wanderrouten entdeckt. Dank des subtropischen Klimas ist La Gomera aber natürlich auch für einen Faulenzerurlaub geeinigt. Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier auch richtig.

Nationalpark Garajonay ist UNESCO-Weltnaturerbe

Zu den Must-Sees auf der Insel zählt beispielsweise das Felsmassiv Los Organos an der Nordküste. Die beeindruckende Basaltformation führt den vulkanischen Ursprung der Insel deutlich vor Augen. Ein Besuch des Nationalparks Garajonay ist ebenfalls ein Muss auf La Gomera. Seit 1986 befindet sich das einzigartige Ökosystem auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Der Park fasziniert vor allem durch seine Lorbeerwälder.

Ein wenig Trubel in der Hauptstadt

Falls einen die Sehnsucht nach ein wenig Trubel überkommt, sollte man einen Abstecher in die kleine Hauptstadt San Sebastián unternehmen. Sie hat zwar gerade mal um die 6.000 Einwohner, trotzdem ist hier einiges los. In einem der vielen Cafés oder Restaurants lässt sich das Treiben wunderbar genießen. Und den Sonnenuntergang schaut man sich am besten an einem der beiden Stadtstrände an.

Übrigens kann man auf La Gomera keine klassischen Traumstrände erwarten, die Insel ist bekannt für ihre Lavastrände mit schwarzem Sand. Erholung und natürliche Schönheit findet man hier trotzdem. Neben San Sebastián befinden sich beliebte Strände auch in Alojera, im Valle Gran Rey oder im Osten von Hermigua.

Anreise

Der Grund, weshalb La Gomera bei Touristen nicht ganz so beliebt ist wie viele andere Kanareninseln, hat wohl hauptsächlich damit zu tun, dass man sie aus dem Ausland nicht direkt anfliegen kann. Um auf La Gomera zu landen, ist ein Zwischenstopp auf Teneriffa nötig. Von dort aus geht es dann per Flug oder Fähre weiter ins Wanderparadies.


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