UNESCO Weltkulturerbe

Thessaloniki: Geschichtsträchtige Stadt mit kultureller Vielfalt

In Thessaloniki erwartet Besucher eine riesige Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Nicht umsonst ist die Metropole Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Als zweitgrößte Stadt nach Athen gilt sie als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Griechenlands.

Die Lage Thessalonikis am Meer machte die Hafenstadt schon in der Antike zu einem bedeutenden Anlaufpunkt für Handel und Gewerbe. Viele unterschiedliche Völker lebten, eroberten und herrschten hier. Der Mix aus den vielen Kulturen -von den Römern bis hin zu den Osmanen – ist heute noch an vielen Ecken spürbar und wird anhand von zahlreichen Sehenswürdigkeiten deutlich.


Der Weiße Turm

Lefkós Pýrgos, das Wahrzeichen der Stadt, geht beispielsweise wahrscheinlich auf ihre venezianische oder frühe osmanische Zeit zurück. Erbaut wurde der Weiße Turm – der heute eher gräulich aussieht – wohl im 15./16. Jahrhundert. Das heutige Schmuckstück der Stadt am Ufer des Thermaischen Golfs war damals Teil einer Befestigungsanlage und diente unter anderem als Gefängnis. Heute findet man hier eine Ausstellung des Museums für Byzantinische Kultur zur Geschichte Thessalonikis.

Vielzahl an Museen

Überhaupt gibt es in Thessaloniki eine ganze Reihe an Museen. Besonders beliebt ist das Archäologische Museum, das über zwei Etagen geschichtsträchtige Exponate zeigt. Weiterhin unbedingt sehenswert sind beispielsweise das Museum des Mazedonischen Kampfs, das Jüdische Museum, das Staatliche Museum für Zeitgenössische Kunst und das Olympische Museum. Ein wenig außerhalb von Thessaloniki befindet sich außerdem Noesis, ein bedeutendes Wissenschaftszentrum und Technisches Museum.

UNESCO-Weltkulturerbe in Thessaloniki

Seit 1988 zählt Thessaloniki mit seinen frühchristlichen und byzantinischen Baudenkmälern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf der Liste finden sich unter anderem die Kirche der Heiligen Apostel, die Rotunda, das Vlatades-Kloster, die Kirche der Agia Ekaterini sowie die Kapelle der Verklärung des Erlösers.

Mehr Kulturelles und noch ein wenig Kulinarisches

Mit dem Internationalen Filmfestival Thessaloniki findet in der Hafenstadt jedes Jahr Griechenlands größtes und wichtigstes Filmfestival statt. Es zählt zwar nicht zu den A-Festivals, ist aber von internationaler Bedeutung.

Beim Urlaub in Thessaloniki unbedingt probieren: Bougatsa. Das griechische Blätterteiggebäck ist herzhaft oder süß erhältlich und eine Spezialität der Stadt und ihrer Region.

Goslar: Die Kaiserliche im Harz

Goslar erlangte als Kaiserstadt und Handelsmetropole im Mittelalter einst große Bedeutung. Die geschichtsträchtige Zeit ist heute noch an vielen Ecken sichtbar. Das historische Zentrum der Stadt im Harz gehört seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Altstadt von Goslar

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt wandelt man fast ununterbrochen auf bedeutungsschweren Spuren. Zwei Drittel der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der Marktplatz mit dem gotischen Rathaus und seinem Huldigungssaal, stattliche Sakralbauten wie etwa die Marktkirche St. Cosmas und Damian und die Klosterkirche St. Peter und Paul sowie die vielen schmucken Bürger- und Fachwerkhäuser verleihen Goslar ein einzigartiges, idyllisches Bild.

Erzbergwerk Rammelsberg

Ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt das einstige Erzbergwerk Rammelsberg wenige Kilometer südlich von Goslar. Vor seiner Stilllegung im Jahr 1988 war das Bergwerk über 1.000 Jahre ununterbrochen in Betrieb. Auf Führungen unter Tage wird der frühere Alltag in dem ein Kilometer langen und ältesten Stollens Europas zum Greifen nah. Die bunten Mineralien an den Wänden erinnern an die Schätze des Berges und machen die Besichtigung zu einem Erlebnis. Oberirdisch kann man sich in einem Museum über die Geschichte des Erzbergwerks informieren.

Glockenspiel im Kaiserringhaus

Die Bedeutung der Bergarbeit wird auch in der Altstadt anhand des Glockenspiels im schieferverkleideten Kaiserringhaus deutlich. Viermal am Tag erscheint eine Gruppe von Figuren, die in ihrer Bergmanntracht an die Arbeit in dem Stollen erinnern.

Moderne Kunst in Golsar

Während das Bergbaumuseum Rammelsberg die alte Tradition, die Goslar geprägt hat, im Blick hat, geht es im Mönchehaus-Museum um moderne Kunst. In dem Museum sind Werke renommierter Künstler ausgestellt, wie etwa von Georg Baselitz und Joseph Beuys. Zudem vergibt die Institution jährlich den „Goslaer Kaiserring“. Dabei handelt es sich um einen angesehenen, internationalen Kunstpreis, der 2014 an die Künstlerin Wiebke Siem ging.

Gebräu mit Tradition

Goslar ist auch bekannt für die Gose. Angeblich war die Biersorte im Mittelalter ein Exportschlager. Das Goslaer Brauhaus hat seit 2004 verschiedene Sorten des Urbiers im Angebot.

Anreise

Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Hannover (HAJ) und ist gut 100 Kilometer von Goslar entfernt.

Nancy: Kurort mit UNESCO-Weltkulturerbe

Als einstige Hauptstadt des Herzogtums Lothringen profitiert Nancy heute noch von einer geschichtsträchtigen Vergangenheit. Viele historische Sehenswürdigkeiten zieren die Stadt, die auch für ihre Jugendstilbauten bekannt ist.

La Place Stanislas

Sie ist das Juwel von Nancy: Die Place Stanislas im Stadtzentrum ist ein Magnet für Touristen und Einwohner. Das klassizistische Ensemble stammt aus dem 18. Jahrhundert und geht zurück auf Stanisław Leszczyński, Herzog von Lothringen und Schwiegervater von Ludwig XV.. Der Platz mit den prächtigen Bauwerken ist seit 1983 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, gemeinsam mit der nördlich angrenzenden Place de la Carrière und der Place d’Alliance. Ein besonderes Highlight der Place Stanislas ist der Arc Héré. Der Triumphbogen, verziert mit einem vergoldeten Medaillon mit Ludwig XV., schließt den Platz im Norden ab.

Jugendstil

Neben den klassizistische Prachtbauten ist Nancy auch für seine vielen Jugendstilgebäude bekannt. Zahlreiche Vertreter der Art Nouveau schlossen sich Anfang des 20. Jahrhunderts zu der sogenannten École de Nancy zusammen und prägten die Stadt mit ihren Werken, zu bewundern beispielsweise im Viertel Saint-Léon. Das Musée de l’École de Nancy widmet sich ausführlich dem Lothringer Jugendstil.

Mit dem Petit Train durch Nancy

Für eine etwas andere Erkundungstour durch die Stadt empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Petit Train. Die urig aussehende Tourismusbahn kutschiert ihre Insassen zu verschiedenen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von April bis Ende Oktober verkehrt sie täglich, Erwachsene zahlen für ein Ticket derzeit regulär 6,50 Euro.

Tipps für Ausflüge

Für Ausflüge jeglicher Art ist in Nancy die Auswahl groß. Mit dem Parc de la Pépinière hat die Stadt eine herrliche, weitläufige Grünanlage zu bieten, in der man vom hektischen Treiben im Zentrum ein wenig Abstand gewinnt. Alte Bäume, Springbrunnen und verschiedene Blumen machen den Park zu einer kleinen Oase.

Ein Abstecher ins Musée des Beaux-Arts gehört in Nancy ebenfalls dazu, handelt es sich hierbei doch um eines der beliebtesten Museen der Stadt. Das Kunstmuseum befindet sich an der Place Stanislas. Für Kinder vielleicht ein wenig aufregender dürfte ein Besuch im Musée Aquarium de Nancy sein. In dem zoologischen Museum mit Aquarium kann man in die Welt der Tiere eintauchen.

Dubrovnik: "Perle der Adria"

Dubrovnik ist mit seinen gut 40.000 Einwohnern gar nicht so groß, dafür aber umso bekannter. Das liegt nicht zuletzt an den vielen Attraktionen, die der Stadt ihren ganz besonderen Glanz verleihen. Nicht umsonst wird die Hafenstadt auch die „Perle der Adria“ genannt.

Seit 1979 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes

Direkt an der Küste gelegen und mit zahlreichen prächtigen Bauwerken geschmückt ist Dubrovnik eines der beliebtesten Urlaubsziele in Kroatien. Seit 1979 gehört die historische Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Schon im 3. Jahrhundert v.C. soll sich eine illyrische Siedlung hier niedergelassen haben. Die jahrhundertealte Geschichte prägte die Stadt auf unterschiedlichste Weise, bis heute zu erkennen in ihren Kulturen und ihrer Architektur.

Beeindruckende Stadtmauern

Die mächtige Stadtmauer mit einer Länge von 1940 Metern vermittelt einen hervorragenden Eindruck von der Schönheit und Bedeutung der Stadt. Bei einem Spaziergang über das mittelalterliche Befestigungssystem mit Wehrtürmen und Forts hat man auch einen tollen Blick über die Stadt. Die Umrundung der Altstadt dauert zwar eine kleine Weile, lohnt sich aber. An den Stadtmauern kann man außerdem das altehrwürdige Franziskanerkloster besichtigen. In der Anlage ist auch die älteste Apotheke Europas untergebracht.

Dubrovniks Stradun

Das Sightseeing geht am besten in der Hauptgasse Dubrovniks, dem Stradun, weiter. Trotz recht einheitlicher Bauweise wirkt die Architektur im Stile des Barock nicht langweilig. Geschuldet ist sie einem Erdbeben im 16. Jahrhundert. Daraufhin wurden die Gebäude entsprechend dem heutigen Bild wieder aufgebaut.

Rund um den Rektorenpalast

Unbedingt sehenswert ist auch der Rektorenpalast, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Er beeindruckt mit einem Mix aus Gotik und Renaissance und war früher das Regierungs- und Verwaltungszentrum. Heute beherbergt er die kulturgeschichtliche Abteilung des Dubrovniker Museums. Unweit von dem Prachtbau befinden sich außerdem der Sponza-Palast, die Rolandsäule, das städtische Rathaus und der Glockenturm, allesamt ebenfalls einen Besuch wert.

Wandertipp

Ein Ausflug zum Hausberg Srđ ist eine tolle Gelegenheit, sich auf eine kleine Wandertour zu begeben. Um den Gipfel zu erklimmen, braucht man etwa eine Stunde. Alternativ kann man auch die Seilbahn nehmen. Die Aussicht von oben ist in jedem Fall großartig.

Görlitz: Die östlichste Stadt Deutschlands

Görlitz liegt ganz im Osten Deutschlands an der Grenze zu Polen. Die Stadt besticht vor allem durch ihr historisches Zentrum. Die Häuser bieten einen Mix aus unterschiedlichen architektonischen Epochen.

Dank Handel zum Schmuckstück

Görlitz ist Deutschlands Schmuckstück am östlichsten Zipfel der Bundesrepublik. Vor allem nach der Wende erfuhr die Stadt eine Art „Grundrenovierung“, da sie zur Zeit der DDR ein wenig vernachlässigt wurde. Heute erstrahlt Görlitz in neuem, altem Glanz, den sie auch ihrer glorreichen Vergangenheit zu verdanken hat.

Der Aufstieg von Görlitz begann im Mittelalter, auch deshalb, weil zwei wichtige europäische Handelsstraßen durch die Stadt führten. Das brachte auch viele Kaufleute in die Stadt, und schnell profitierte Görlitz von dem Handel. Sichtbar wird das heute vor allem durch die viele schmucken Häuser in der Altstadt. Dort kommt auf kleiner Fläche ein beeindruckender Mix aus Romanik, Renaissance, Barock, Gotik und Gründerzeit zusammen.

Biblisches Haus mit verzierter Fassade

Das bekannteste dürfte das Biblische Haus sein. Den Namen hat es seiner reich verzierten Fassade zu verdanken. Dort sind zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zu bestaunen. Innen ist das Gebäude mit einem für viele Häuser der Stadt charakteristischen Lichthof ausgestattet.

UNESCO-Weltkulturerbe dank Hallenhäuser?

Diese sogenannten Hallenhäuser sind repräsentativ für die Stadt. Etwa 35 gibt es davon. Durch Zentralhallen und prunkvolle Gewölbedecken erinnern die Gebäude ein wenig an kleinere Paläste. Die prächtigen Häuser spielen eine wichtige Rolle bei der Bewerbung der Stadt um die Aufnahme auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Kirchen von Görlitz

Abgesehen davon gibt es in Görlitz gleich eine ganze Reihe beeindruckender Kirchen. Vorneweg ist da natürlich die Pfarrkirche St. Peter und Paul aus dem 15. Jahrhundert zu nennen, auch als Peterskirche bekannt. Sie erstreckt sich mit einer Länge von 72 Metern und einer Breite von 39 Metern über dem Neißetal, ist schon von Weitem ein Blickfang und gilt mit ihrem kupfergedeckten Dach als das Wahrzeichen der Stadt. Weitere unbedingt sehenswerte Kirchen sind beispielsweise die Dreifaltigkeitskirche sowie die Frauenkirche.

Filmreife Kulisse

Wegen seiner beeindruckenden Architektur diente Görlitz bereits mehrmals als historische Kulisse in Film und Fernsehen. Unter anderem fanden hier Dreharbeiten für die Romanverfilmung „Der Vorleser“ oder auch Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“ statt.

Anreise

Der nächste internationale Flughafen befindet sich im etwa 90 Kilometer entfernten Dresden (DRS).

(Fotos: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH)

Riga: Hauptstadt am Fluss Düna

Altehrwürdig und stolz erstreckt sich Riga am Fluss Düna. In der Hauptstadt Lettlands wohnen die meisten Menschen im baltischen Raum. Zugleich beherbergt die Stadt eine Jahrhunderte alte Geschichte, die sich auch anhand der vielen Sehenswürdigkeiten zeigt. Beim Sightseeing sticht vor allem der vorherrschende Jugendstil ins Auge.

Offiziell im Jahr 1201 gegründet zählt Riga zu den ältesten Hauptstädten Europas. Die Stadt mit unmittelbarer Nähe zur Ostsee hat eine reichhaltige Kultur vorzuweisen. Als Teil der Hanse florierten im Mittelalter Handel und Gewerbe. Dadurch kam es auch zum regen Austausch mit anderen Kulturen. Die erfolgreichen Geschäfte zu See verhalfen Riga außerdem zu großem Reichtum, der sich heute noch in der Stadt widerspiegelt.

Mittelalterliche Schätze im historischen Zentrum

Die Altstadt am östlichen Ufer der Düna etwa besitzt viele beeindruckende Baudenkmäler aus der Zeit des Mittelalters. Von den zwei Weltkriegen blieb das historische Zentrum weitestgehend verschont, was das Sightseeing zu einem besonders eindrucksvollen Vergnügen macht. Hier kann man beispielsweise den im 13. Jahrhundert erbauten Rigaer Dom bewundern, der im Laufe seiner Geschichte bereits mehrere Veränderungen erfuhr.

Des Weiteren finden sich hier die 1209 erstmals erwähnte Petrikirche, die sich architektonisch vor allem durch ihre beeindruckende Backsteingotik auszeichnet. 

Auch die St.-Jakobs-Kathedrale hat hier ihren Sitz. Die dreischiffige Basilika ist geprägt durch einen spätromanischen Stil aus Backstein, der später Veränderungen im Stil der Gotik erfuhr. Ein weiterer Hingucker sind die außergewöhnlichen, unterschiedlichen Holzbauten in der Innenstadt. Das Zentrum eignet sich allerdings nicht nur zum Sightseeing. Auch nachts ist in den vielen Restaurants und Bars jede Menge los.

Prägender Jugendstil in Riga

Die Architektur des Jugendstils hat Riga beeinflusst. Sie lässt sich gleich an mehreren Stellen bewundern. Gute Anlaufstellen dafür sind beispielsweise die Straßen Elizabetes iela und Alberta iela in der Neustadt, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Dort befindet sich das bezeichnende Jugendstilviertel, geprägt durch die vielen Arbeiten des Architekten Michail Eisenstein. Auch das 2009 eröffnete Jugendstil-Museum in der einstigen Wohnung des lettischen Architekten Konstantīns Pēkšēns widmet sich der stark vertretenen Bauweise in Riga.

Einkaufen im Zentralmarkt

Am Zentralmarkt wartet ein außergewöhnliches Shoppingerlebnis. Südlich vom Stadtkanal gelegen finden Besucher hier auf einer riesigen Verkaufsfläche eine schier unglaubliche Vielfalt an Waren und Lebensmitteln – und vielleicht auch ein schönes Erinnerungsstück an die Reise ins Baltikum…

Edinburgh: Metropole mit jahrhundertealter Geschichte

Stadt der Traditionen und Gegensätze: Die Wurzeln des heutigen Edinburghs reichen zurück bis in die Bronzezeit. Die Metropole im Südosten des Landes ist geprägt von einer uralten Geschichte, die an vielen Ecken sicht- und spürbar ist. Modern und weltoffen ist die Hauptstadt Schottlands aber auch.


“Athen des Nordens“ auf Hügellandschaft

„Athen des Nordens“ wird Edinburgh auch genannt – wegen der hügeligen Landschaft, auf der es erbaut ist. Den Spitznamen verpasste ihm einst der Schriftsteller Theodor Fontane. Mit der griechischen Stadt hat die schottische Metropole aber auch eine weitreichende Geschichte gemein.

Kontrastprogramm bei Sehenswürdigkeiten

Seit 1995 gehört das Zentrum Edinburghs zum UNESCO-Weltkulturerbe, die im Mittelalter gegründete Altstadt genauso wie die Neustadt. Ihre Entwicklung wurde von 1767 bis 1890 vorangetrieben.

Altstadt mit Edinburgh Castle

Old Town und New Town haben je ihre eigenen Sehenswürdigkeiten, die sich architektonisch extrem unterscheiden. Großes Aushängeschild der Alt- und der Hauptstadt an sich ist das Edinburgh Castle. Die Burg auf dem Castle Rock liegt am westlichen Ende der Royal Mile. Die Straße wiederum macht mit ihren vielen mittelalterlichen Gebäuden das Herzstück von Old Town aus. An ihrem östlichen Ende thront eine weitere bedeutende Attraktion der Stadt, die Ruine des Chorherrenstifts Holyrood Abbey. Unweit davon befindet sich der Palace of Holyroodhouse, der offiziellen Residenz des britischen Monarchen.


Neustadt mit Georgianischer Architektur

New Town grenzt direkt an Old Town und hat mit der georgianischen Princes Street seine eigene majestätische Straße, die zudem nördlich parallel zur Royal Mile verläuft. Zahlreiche Geschäfte sind hier ansässig, weshalb die Princes Street ein beliebtes Ausflugsziel für Einkaufsbummel ist. Die Neustadt kann mit vielen klassizistischen Gebäuden aus dem späten 18. und beginnenden 19. Jahrhundert punkten. Zu den großen Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem die St. Mary’s Cathedral, die Royal Scottish Academy, die National Gallery of Scottland, das Scott Monument und das Georgian House.

Kulturelle Highlights

Edinburgh hat eine ganze Reihe an kulturellen Highlights zu bieten – allein was die Museumsauswahl angeht. Auf jeden Fall sollten Touristen einen Abstecher zum National Museum of Scotland und zur National Gallery of Scotland machen. Seit 2004 findet in der schottischen Hauptstadt jedes Jahr im Sommer zudem das Edinburgh Art Festival mit zahlreichen Ausstellungen und Perfomances statt.

Bordeaux: Stadt des Weines und mit Weltkulturerbe

Bordeaux – allein der Name schmeckt nach köstlichem Wein. Boden und Klima sorgen hier für ideale Weinbaubedingungen. Die Nähe zum Atlantik, eine hervorragend erhaltene Altstadt und viele prächtige Denkmäler und Gebäude machen die Stadt zu einem einzigartigen Erlebnis.

Sicher, der Wein spielt in Bordeaux eine enorme Rolle, befindet sich in der Umgebung doch das bekannteste französische Weinbaugebiet. Der hier gereifte Rotwein genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Doch ein Ausflug in die Stadt im Südwesten Frankreichs ist nicht nur im Hinblick auf einen edlen Tropfen reizvoll.

Port de la lune ist UNESCO-Welterbe

Seit 2007 zählt die Altstadt zum UNESCO-Welterbe, genauer gesagt Port de la lune. Der Name des historischen Stadtzentrums entlang der Garonne geht zurück auf die sichelförmige Biegung des Flusses, die an einen Mond erinnert. Vor allem die homogene Architektur der Stadt sticht ins Auge. Das allein ist bei über 350 Baudenkmälern eine große Kunst.

In Bordeaux reihen sich imposante Sakral- und Profanbauten aneinander, rufen zahlreiche Straßen, Plätze und Brücken ein Staunen hervor. Die Häuserfassaden entlang der Garonne bieten ein wunderschönes Bild und sind an Herrlichkeit kaum zu überbieten.

Ein Meer an Sehenswürdigkeiten

Wahrzeichen hat die Stadt dementsprechend auch gleich mehrere zu bieten. Dazu gehört beispielsweise die einschiffige Kathedrale Saint-André am Place Pey Berland. An der Südseite des Sakralbaus befindet sich der vorgelagerte Tour Pey-Berland. Der Glockenturm ist ein fantastischer Anblick – und kann sich zugleich mit seinen 50 Metern Höhe als bester Aussichtspunkt über Bordeaux rühmen.

Zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen außerdem das Grand Théâtre de Bordeaux, die Place de la Bourse und die Place des Quinconces, um nur einige wenige zu nennen.

Weitere kulturelle Highlights: Museen in Bordeaux

Weitere kulturelle Höhepunkt sind die zahlreichen Museen. Der Stadt- und Landesgeschichte auf der Spur ist man beispielsweise im Musée d’Aquitaine oder im Centre Jean Moulin. Das Zollmuseum im Südflügel des Palais de la Bourse widmet sich historisch wichtigen Stationen zum Seehandel in Bordeaux.

Schloss Corvey: UNESCO Weltkulturerbe

Deutschland hat eine neue Welterbestätte: Die Reichsabtei Corvey in Höxter (Nordrhein-Westfalen) wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Das Westwerk der Benediktinerabtei ist „das einzige erhaltene Modell aus der Zeit der Karolinger“ und sei somit ein „Zeugnis von außergewöhnlich universellem Wert“, urteilte das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Tagung in Doha (Katar). Dort wird aus einer Liste von 40 Nominierungen über die Aufnahme neuer Welterbestätten entschieden.

Blütezeit im 9. und 10. Jahrhundert

Bereits 822 gegründet, entwickelte sich das Kloster Corvey zum geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Europas. Die Eingangshalle des Westwerk blieb bis heute erhalten, selbst einige der Wandmalereien aus dieser Zeit können noch heute bestaunt werden. Nach der Zerstörung der Stadt Corvey 1265 wurde das Kloster im Stil des Barock wieder aufgebaut.

Über die Geschichte der Reichsabtei kann man sich im Museum im Schloss Corvey informieren. Auch zahlreiche Veranstaltungen finden in Corvey statt. Das Schlossrestaurant kann für Veranstaltungen gebucht werden.

Geöffnet ist Schloss Corvey von Mai bis September dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 6 € (ermäßigt 2,50 €).

Salamanca: Beliebte Universitätsstadt

Salamanca ist eine Stadt voller Trubel, mit vielen architektonischen Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Studenten. Das akademische Leben hat hier eine lange Tradition. In der Hauptstadt der Provinz Salamanca sitzt die älteste Universität Spaniens.

Uni mit Tradition

Gegründet wurde die Universität Salamanca im Jahr 1218. Das im Plateresken Stil errichtete Gebäude beeindruckt bis heute durch seine imposante Architektur. Berühmtes Detail: ein Frosch auf einem Totenschädel, der die Fassade ziert. Bis heute prägt das historische Bauwerk das Leben zahlreicher Studenten, knapp 40.000 sollen hier studieren. Damit machen sie etwa ein Viertel der Bevölkerung Salamancas aus.

Altstadt mit Plaza Mayor

Die Studenten verleihen der Stadt eine Art jugendliches Flair, das vor dem Hintergrund der zahlreichen geschichtsträchtigen Bauten Salamancas erfrischend wirkt. Die Altstadt zählt seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Plaza Mayor vereint gleich mehrere kulturhistorische Hingucker. Ein Beispiel ist das Rathaus am Hauptplatz im Stadtzentrum, ein barockes Gebäude mit fünf monumentalen Granitbögen. Östlich davon befindet sich die Iglesia de San Martín. Die romanische Kirche hat ihre Wurzeln im 11. Jahrhundert.

Muschelhaus als Hingucker

Einige hundert Meter südlich befindet sich das Casa de las Conchas, das Haus der Muscheln. Das geschützte Baudenkmal mit seiner mit über 300 steineren Jakobsmuscheln verzierten Fassade ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt direkt neben einem weiteren Schmuckstück, der Päpstlichen Universität.

Museumsausflug in die Casa Lis

Die Casa Lis hebt sich als modernes Gebäude mit bunter Verglasung von den vielen historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt ab und fügt sich dennoch prächtig in die Kulisse ein. Doch das um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erbaute Gebäude ist nicht nur von Außen herausragend. Innen erwarten Besucher in dem Museo Art Nouveau y Art Déco sehenswerte Exponate des Jugendstils und der Art Déco. Das Jugendstilmuseum zählt zu den beliebtesten Museen in der Region.

Flughafen

Der nächst gelegene internationale Flughafen befindet sich in Valladolid (VLL), circa 120 Kilometer von Salamanca entfernt.